Historisches Archiv der Stadt Köln
3 Nachlässe und Sammlungen
3.2 Nachlässe, Partei-, Vereins-, Familienarchive
3.2.18 Buchstabe R
Raitz von Frentz (Familie)
Best. 1037 Raitz von Frentz (Familie)


1533 - 1752
Zehnt des Personats in Büttgen


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 2/9
Altsignatur : Bestellsignatur: Kasten 2, Akte 9
1461


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1678 Juni 20



Beschreibung : Es wird bescheinigt, daß auf Begehren der Freifrau [Raitz v. Frentz] zu Odenkirchen Arnold Nachtigall und Bartholomäus Pelß, weil diese über die Begrenzungspfähle des [Büttger] Zehnt an Junker Stepraths Land Kenntnis hatten, vom Vogt zu Jülich (Gulch) unter Strafandrohung verpflichtet wurden, im Beisein der Schöffen Hans zu Weiler und Heinrich Kreidfisch wie des Gerichtsboten Daniel Zehnpfennig besagte Pfähle zu zeigen. Dabei wurden zwei Pfähle in der Erde gefunden. Es unterschrei-ben die genannten Schöffen, der Gerichtsbote sowie Johann Engelß, Lmr. [= Landmesser?].Beiliegend: Abrechnung, d.d. Büttgen, den 7. Juni 1678, über die Ausgaben anläßlich der Grenzbegehung. Daraus ergibt sich, daß die Kosten durch Philipp Ermeß namens des Herrn v. Frentz zu Schlenderhan beglichen wurden und daß als Bevollmächtigter der Frau zu Odenkirchen Herr Adam, derzeitiger Priester zu Kleinebroich, an der Begehung teilnahm.



1697 November 18



Beschreibung : Neuß Der ausfertigende Notar bezeugt, vor ihm habe Hermann Gatter erklärt, daß dessen verstorbene Eltern vor langen Jahrn ein Ackerstück von vier Morgen im Büttger Feld gekauft hätten. Davon wie von anderer Länderei waren 2 1/2 Malter jährlich als Erbpacht an den Kanonikus Proff abzuführen. Da nun der Halfe Vels des Freiherr v. Frentz zu Schlenderhan von diesen vier Morgen den vollen Zehnt fordere, wiewohl der Zehnt stets nur von der Hälfte gegeben wurde, habe Hermann Gatter um entsprechende Befragung des jetzt 60jährigen Heinrich Weber ersucht. Dieser erklärte, er habe die besagten vier Morgen gleich nach der neuen Deskription vor 30 Jahren sechs Jahre lang in Pacht gehabt und während dieser Zeit habe der v. Frentzsche Halfe den Zehnt nur von der Hälfte der vier Morgen eingesammelt. Dies sei bis jetzt so geblieben, was er dadurch wisse, daß er nahe dem besagten Acker wohne. Die im Beisein des Vikars Peter Edmund Haeß und des Johann Hanß als Zeugen gemachte Aussage protokolliert der bei der erz-bischöflichen Kanzlei zu Bonn immatrikulierte Notar Gerhard Scherfhausen.


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