Kreisarchiv Borken
AMTLICHE ÜBERLIEFERUNG DES KREISES BORKEN
AH 03 Landkreis Ahaus (1946 – 1972)
Kreis Borken AH 03
Permalink des Findbuchs


Signatur : AH 03

Name : Kreis Borken AH 03

Beschreibung :

Vorwort :

Der vorliegende Bestand umfaßt die Akten der Kreisverwaltung Ahaus von 1946 bis zur Auflösung des Kreises Ahaus im Rahmen der Kommunalen Neugliederung 1974. Schwerpunkt der Überlieferung ist die allgemeine Verwaltung, die Wahlen, die kommunale Neugliederung und die Überlieferung des Kreistags und seiner Ausschüsse.

Die Akten der Kreisverwaltung Ahaus wurden mit dem Bau des Kreishauses in Borken an der Burloer Straße und der damit verbundenen Einrichtung eines großen Magazins 1984 an das Kreisarchiv Borken abgegeben. Eine letzte Aktenübergabe erfolgte im Sommer 1992 nach dem Verkauf des Kreishauses Ahaus über das Straßenverkehrsamt an das Kreisarchiv Borken. Der Bestand wurde zunächst mit Hilfe von Übergabelisten erschlossen. Eine erste Verzeichnung erfolgte im Rahmen der Bearbeitung des Bestandes "Kreisausschuss Ahaus", indem einzelne Akten mit jüngerer Laufzeit dem Bestand "Kreisverwaltung Ahaus" zugeordnet wurden. Im Jahr 2004 wurden ebenfalls die Akten des Kreistags und seiner Ausschüsse verzeichnet. Die Verzeichnung der Akten der Sozial-, Kultur- und Bauverwaltung des Landkreises Ahaus ist für 2006 geplant. Das vorliegende Findbuch ist in dieser Hinsicht also ein vorläufiges Findbuch. Der Bestand kann gemäß der Benutzungsordnung für das Kreisarchiv vom 22.09.1995 benutzt werden. Der Bestand ist zu zitieren "Kreisarchiv Borken, Bestand AH 03 - Laufende Nummer". Eine Konkordanz von der vorläufigen Signatur des Übergabeverzeichnisses und der neuen laufenden Nummer ist beigefügt.

Mit dem Einmarsch der britischen Truppen und der Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft im März 1945 in Westfalen brach auch im Landkreis Ahaus die staatliche Ordnung zusammen. Den einrückenden britischen Soldaten folgten besondere Einheiten, deren Aufgabe die Übernahme der Verwaltungshoheit in den eroberten feindlichen Gebieten war. Als Kreiskommandantur richtete sich am 31. März 1945 in Ahaus im Gebäude des ehemaligen Finanzamtes das 906. Detachment Military Government mit seinem Kommmandanten Lieutnant Colonel J.N. Lamont ein [Tenbrock 1986, S. 72; Stinner 1995, S. 41]. Als kommissarischer Landrat wurde am 13. April 1945 Clemens Freiherr von Oer von der britischen Militärregierung als Landrat ernannt. Er nahm das Amt unter der Bedingung an, es an den früheren Landrat Felix Sümmermann wieder zu übergeben, sobald dieser aus dem Konzentrationslager Ravensbrück, in das er 1944 eingeliefert worden war, zurückgekehrt sei. Die Amtsübergabe erfolgte am 1. Juli 1945 (Söbbing 2003, S. 260). Felix Sümmermann blieb bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand am 30.6.1955 zunächst als Landrat und dann ab dem 1. April 1946 mit der Einführung der revidierten Deutschen Gemeindeordnung als Oberkreisdirektor Chef der Kreisverwaltung Ahaus. Sein Nachfolger im Amt wurde Karl Rudolph, der die Kreisverwaltung Ahaus vom 1. Juli 1955 bis zur Auflösung des Kreises Ahaus am 31.12.1974 als Oberkreisdirektor leitete.

Renate Volks-Kuhlmann



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