Historisches Archiv des Erzbistums Köln
E. - Sammlungen (Auswahl)
Sammlung Widerstand und Verfolgung (WuV)
Widerstand und Verfolgung

ohne Datum
Permalink der Verzeichnungseinheit

A/N ,1 Das Kölner Regierungspräsidium und die Staatspolizeistelle Köln


Enthält :
(enthält den ab 1. 1. 1937 gültigen Geschäftsverteilungsplan für die Abteilungsleiter und Dezernenten beim Regierungspräsidenten in Köln, den Geschäftsverteilungsplan der Staatspolizeistelle Köln vom 27. 4. 1942 mit dem Namensverzeichnis aller in der Stelle tätigen Beamten, Angestellten und Arbeiter und den speziellen Gliederungsplan der Akten der Abteilung 111, die den Staatsschutz, staatsgefährdende Umtriebe, Opposition und Reaktion betrafen, weiter drei aus den Jahren 1935, 1936 u. 1937 stammende Anordnungen des Gestapo Berlin betr. Anlage einer so genannten "A-Kartei", in der alle staatsfeindlichen Elemente zu erfassen waren, mit zusätzlichen Anweisungen über einen Neuaufbau dieser Kartei, dazu Meldungen der Gestapostelle Köln vom 8. 9. 1938 und 22. 4. 1939 über die Anzahl der in der Kölner Kartei erfasste Personen und Festnahmen aus diesem Personenkreis, zuletzt eine am 7. 4. 1941 vom Inspekteur des SD den SD-Leitabschnitten zugeleitete, vom Bischof von Münster verbreitete Stellungnahme des Hl. Offiziums zur Frage der Tötung unheilbarer psychischer oder physischer Kranker mit an das Reichssicherheitshauptamt übersandten Reaktionen verschiedener Personen aus dem Kölner Raum, u. a. m. )


Altsignatur : A071



ohne Datum
Permalink der Verzeichnungseinheit

A/N ,2 Das Kölner Gefängnis Klingelpütz und andere Haftanstalten bzw. -lager der Staatspolizeistelle Köln


Enthält :
(enthält die Fotokopie eines in den SJ-Mitteilungen des Jahres 1948 erschienenen Berichtes des Jesuitenpaters Sanders, überschrieben "Als Gefängnisseelsorger im Klingelpütz zur Hitlerzeit", die Fotokopie einer im Jahre 1972 von E. Häussermann in der "Kölnischen Rundschau" veröffentlichten Artikelserie über "Die Henker vom Klingelpütz 1933 - 1945 - Aus den Aufzeichnungen und Erinnerungen des Gefängnispfarrers Dr. Johannes Kühler", weiter Anweisungen über die Errichtung von Arbeitslagern, die der Reichsführer SS Himmler im Mai 1941 an die Staatspolizeistellen im Lande richtete, ferner im November 1944 von der Staatspolizeistelle Köln ihren Innen- und Außenstellen erteilte Anweisungen über die Einlieferung von arbeitsvertragsbrüchigen bzw. politischen und kriminellen Häftlingen, einen vom 9. 11. 1944 datierenden Bericht derselben Stelle über Nebenlager in ihrem Dienstbereich mit der Aufzählung von insgesamt 119 Lagern ausländischer Arbeiter im Stadtkreis Köln, die Liste eines 200 Personen umfassenden, am 25. 9. 1944 vom Lager Köln-Deutz nach Buchenwald durchgeführten Häftlingstransportes, und zuletzt Nachkriegsangaben der Kölner Polizei und des Internationalen Suchdienstes Arolsen über Häftlingslager im Kölner Raum)


Altsignatur : A072



ohne Datum
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A/N ,3 Die Stadt Köln und das Rheinland in den Kriegsjahren 1940 - 1945 (nach Akten der Kölner Generalstaatsanwaltschaft und der Staatspolizeistelle Köln


Enthält :
(enthält einen vom 4. 10. 1940 datierenden Bericht des Kölner Generalstaatsanwalts an das Reichsjustizministerium über die Entwicklung der Kriminalität im Rheinland, den Wortlaut eines im Jahre 1941 an den Leiter der Anklagebehörde beim Sondergericht Köln gerichteten anonymen Drohbriefes, eine Dienstanweisung der Gestapostelle Köln mit Einsatzplan für Sonderfahndungen zur Abwehr und Aufklärung von Sabotagehandlungen und anderen politischen Gewaltverbrechen vom 13. 4. 1943, einen Bericht der Anklagebehörde beim Sondergericht Köln über "die oppositionelle Cliquenbildung der Edelweiß- oder Totenkopfpiraten" vom 16. 1. 1944, mehrere Berichte der Staatspolizeistelle Köln über nach dem Attentat auf Hitler angestellte Überprüfungen von Offizieren in den Standorten Köln, Aachen und Bonn, desgleichen der Gräfin Rixa v. Galen und mehrerer Persönlichkeiten des Kölner Wirtschaftslebens, alle vom Juli und August 1944, weiter an die Staatspolizeistelle Köln gerichtete Hinweise über den flüchtigen Oberbürgermeister Gördeler vom 4. /5. 8. 1844, ferner drei Berichte des Generalstaatsanwalts in Köln an den Reichsminister der Justiz über die gerichtlich-politische Situation im Bezirk des Oberlandesgerichts Köln nach der Invasion des Feindes in der Normandie und dem Attentat auf Hitler von 30. 9. 1944 / 22 . 1 0 . 1944 und 2. 11. 1944, den vom 25. 10. 1944 stammenden Bericht von einer Besprechung bei der Staatspolizeistelle Köln über Maßnahmen gegen in Köln begangene Gewaltverbrechen, die Beauftragung eines SS-Sturmbannführers vom 10. 11. 1944, zur Ermordung des Aachener Bürgermeisters Oppenhoff, zwei Tagesrapporte der Staatspolizeistelle Köln vom 26. 11. und 8. 12. 1944 an das Reichssicherheitshauptamt über Sabotagen und Widerstandsgruppen im KöIner Raum, und zuletzt eine vom 9. 12. 1944 datierende namentliche Liste von 74 Personen, die in der Zeit vom 15. 9. bis 19. 12. 1944 in verschiedenen Außenstellen der Kölner Staatspolizeistelle erschossen wurden)


Altsignatur : A073



ohne Datum
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A/N ,4 Der nationalsozialistische Lehrerbund(NSLB) im Gau Köln-Aachen


Enthält :
(enthält einen undatierten Bericht des Kölner Pressewarts des NSLB über die Anfänge des nat. soz. Lehrerbundes im Gau Köln-Aachen, eine am 29. 6. 1932 erfolgte Einladung des ersten Vorsitzenden der Stadtkölner Ortsgruppe des NSLB, Evers, an den Reichsleiter des NSLB, Schemm, er möge gelegentlich seiner Anwesenheit in Köln zu den Kölner Lehrern sprechen, in diesem Einladungsschreiben eine Beurteilung der nicht-nationalsozialistischen Lehrerschaft Kölns, ein Schreiben des gleichen Herrn Evers vom November 1932 zum Problem der DoppeImitgliedschaft von Lehrern in Beamtenorganisationen und NSLB, die vom 10. 3. 1933 datierende, an die Kölner NSDAP. gerichtete Offerte des Absolventen einer Pädagogischen Hochschule, er wolle sich für den geschlossenen Beitritt der Vereinigung der kath. Akademieabsolventen Preußens in die Nat. Soz. Arbeiterpartei einsetzen, weiter das in Flugblättern und Zeitungen vom 8. u. 9. 4. 1933 verbreitete Schulprogramm des NSLB, den vom 16. 10. 1933 datierenden Bericht des Lehrers und Gauobmannes des NSLB im Gau Köln Aachen, Schott, an die Reichsleitung des NSLB in Bayreuth über den Verlauf einer am 7. u. 8. 1o. 1933 durchgeführten NSLB-Gautagung in Köln-Deutz, deren Höhepunkt eine Rede des fränkischen Gauleiters Streicher war, vom gleichen Gauobmann Schott einen Bericht nach Bayreuth über ein am 28. 10. 1933 stattgefundenes Treffen der alten Garde des NSLB im Gau Köln-Aachen, die am 1. 3. 1934 verkündete Ernennung des Kölner Stadtschulrats Niemeyer zum Leiter des Schuldezernats in Köln und neuen Obmann des NSLB im Gau Köln-Aachen, dazu gleichzeitig die Ernennung des bisherigen Obmanns Schott zum Stadtschulrat in Köln und stellvertretenden Gauobmann, das nach Bayreuth gesandte Programm der für Mai 1934 geplanten Gautagung des Köln-Aachener NSLB, für den Reden des Reichsleiters Schemm und des Kölner Gauleiters Grohe angekündigt werden, den Bericht über eine am 26. 1. 1935 durchgeführte Kreisversammlung des NSLB in Bonn mit einem Referat des Oberstudiendirektor und Staatsrats Börger über "Nationalsozialistische Weltanschauung", die Anzeige des Todes des Reichsleiters des NSLB, Hans Schemm, der am 5. 3. 1935 verstarb, mit Programm, der Trauerkundgebung in der Messehalle Köln-Deutz, zwei Tätigkeitsberichte der NSLB-Kreisleitung Düsseldorf von April/Mai 1935, aus den gleichen Monaten Berichte über das Auftreten des Jesuitenpaters Berninger in Kreisversammlungen des NSLB, drei an die Reichsleitung des NSLB gerichtete Lage-, Stimmungs- und Tätigkeitsberichte des NSLB im Gau Köln-Aachen vom Juni, Juli und August 1935, mehrere Berichte über in den Jahren 1935 und 1936 von der Gauleitung veranstaltete Schulungen und Schulungslager, weiter Berichte über die am 9. und 10. 1936 durchgeführte Gautagung des Köln-Aachener NSLB, und zuletzt einen Bericht des Reichssicherheitsdienstes über eine Tagung des Vereins katholischer Lehrerinnen, die in der Zeit vom 28. - 30. 7. 1937 in Beuron stattfand)


Altsignatur : A074



ohne Datum
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A/N,5 Die evangelische Kirche und der nationalsozialistische- Staat


Enthält :
(enthält einen vom 18. 10. 1934 datierten und an die Mitglieder der freien evangelischen Synode im Rheinland gerichteten Brief zur Lage, die undatierte Kopie eines Briefes des württembergischen Landesbischofs an Reichsinnenminister Frick, in dem gegen die vom NS-Staat propagierte Vernichtung unwerten Lebens Stellung genommen wird, eine Denkschrift des evangelischen Reichsjugendpfarrers an den Reichsjugendführer vom 25. 7. 1934 über "Spannungen zwischen evangelischer Kirche und Hitlerjugend ", eine Kanzelverkündigung des Bruderrats der Deutschen evangelischen Kirche vom 23. 8. 1936, betitelt "An die evangelische Christenheit und an die Obrigkeit in Deutschland", weiter den offenen Brief des Bischofs der Bekennenden evangelischen Kirche, Dibelius, an Reichskirchenminister Kerrl vom Februar 1937 und einen Brief des evangelischen Landesbischofs von Mecklenburg vom 15. 1. 1938, gerichtet an Hitler mit der Bitte, es möge der von ihm vertretenen national-kirchlichen Bewegung "Deutscher Christen" gestattet werten, im Kirchensiegel das Hakenkreuz in Verbindung mit dem Christenkreuz zu zeigen, zuletzt der Text der Predigt, die Stadtpfarrer Daur von der Markus- Kirche in Stuttgart am Reformationsfest 1943 gehalten hat)


Altsignatur : A075


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