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Studierende und Dozenten

Im Studium der Geschichtswissenschaft bleibt häufig wenig Zeit, um sich neben der Einführung in Theorien und Methoden auch noch mit den Quellen zu befassen. Wer viele Texte der Sekundärliteratur liest und sich auf diese Weise die Welt der Wissenschaft erschließt, ist zunächst noch weit entfernt von der Arbeit mit originalen Quellen. Häufig ist die eigene Bearbeitung von Quellen erst im Rahmen einer Masterarbeit erforderlich. Doch liegt gerade im Umgang mit den authentischen, unbearbeiteten Zeugnissen der Vergangenheit ein besonderer Reiz: Die „Aura“ des Originals, eines Unikats, das Jahrzehnte oder Jahrhunderte alt ist, können keine Edition und kein Text der Sekundärliteratur aufwiegen. Ein Stück Papier, eine Pergamenturkunde, ein Foto – sie alle sind letztlich nicht nur Zeugen, sondern Bestandteil der Geschichte.

Archiv und Universität

Gerade zu Beginn eines Studiums werden oft mehrbändige Überblicksdarstellungen rezipiert, wahre „Meisterwerke“ mit großen Linien, um einem Gewirr aus geschichtlichen Puzzleteilen einen Zusammenhang zu verleihen. Alles scheint klar, abgewogen und aus „einem Guss“ zu sein. Aber wie kommt eine solche „fertige“ Geschichte ins Lehrbuch...

Gerade zu Beginn eines Studiums werden oft mehrbändige Überblicksdarstellungen rezipiert, wahre „Meisterwerke“ mit großen Linien, um einem Gewirr aus geschichtlichen Puzzleteilen einen Zusammenhang zu verleihen. Alles scheint klar, abgewogen und aus „einem Guss“ zu sein. Aber wie kommt eine solche „fertige“ Geschichte ins Lehrbuch? Überblicke können sich nur aus einer Masse von differenzierten Einzelstudien ergeben. Ohne die Basisarbeit an den Quellen verliert das Überblickwerk schnell an Bodenhaftung und inhaltlich überzeugender Substanz. Schnell unterliegen die konzeptionellen Ideen den häufig kurzlebigen Modetrends der eigenen Zeit. 
Die Quellen in den Archiven bergen ganz unterschiedliche Sichtweisen, Nuancen und Aussagen. Sie können aus verschiedenen Perspektiven befragt und damit auch unterschiedlich interpretiert werden. Geschichte kann mit neuen Fragestellungen immer wieder neu entdeckt und beschrieben werden; sie lässt sich nicht nur auf Meistererzählungen und Lehrbuchartikel reduzieren. Zur neuen Sicht kann der Blick in die Quellen verhelfen.

Darum: Kommen Sie ins Landesarchiv und entdecken Sie Geschichte im Original!

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Archivarbeit für Studierende

Zwar bedeutet archivgestützte Forschung nicht weniger Arbeit, aber Sie bereitet auf jeden Fall gut auf die Masterarbeit, die Dissertation und in einigen Fällen auch auf die Bachelorarbeit vor. Denn: Der erste Kontakt z. B. mit einer handschriftlichen Quelle kann schwierig sein. Um spätere Frustration und Zeitnot zu vermeiden, kann es helfen, sich früh mit dem Erscheinungsbild und mit den spezifischen Bedingungen der Quellen vertraut zu machen...

Zwar bedeutet archivgestützte Forschung nicht weniger Arbeit, aber Sie bereitet auf jeden Fall gut auf die Masterarbeit, die Dissertation und in einigen Fällen auch auf die Bachelorarbeit vor. Denn: Der erste Kontakt z. B. mit einer handschriftlichen Quelle kann schwierig sein. Um spätere Frustration und Zeitnot zu vermeiden, kann es helfen, sich früh mit dem Erscheinungsbild und mit den spezifischen Bedingungen der Quellen vertraut zu machen. 
Auf jeden Fall beugt eine quellenbasierte Forschung dem Wandel auf ausgetretenen Pfaden der reinen Literaturarbeit vor, verhindert Vorwürfe von Plagiaten und bietet nicht zuletzt die Möglichkeit, die Forschungsarbeit vom Anfang bis zum geschriebenen Ende auszuprobieren. Mit der Arbeit an den originalen Quellen wird die Methodik geschult sowie eindrücklicher und anschaulicher erlebbar als durch eine theoretische Einführung in Seminaren. Sie regt an, quellenkritisch zu arbeiten. Hier gewinnt das theoretische Überblickswissen an konkreter Gestalt. Eine solche Grundlagenforschung wissen Dozenten häufig in ihrer Beurteilung der Arbeit zu schätzen.
Beratungen darüber, ob zum Wunschthema benutzbare Quellen vorhanden sind, führt das Landesarchiv gerne durch

Bitte wenden Sie sich vorher kurz per E-Mail an die betreffende Abteilung:

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Workshop „Ran an die Quellen“ in der Abteilung Rheinland

Seit 2018 veranstaltet die Abteilung Rheinland des Landesarchivs NRW Nachmittage für Studierende und Wissenschaftler/innen. Die Idee dazu ist vom Französischen Nationalarchiv inspiriert, das jedes Jahr eine Journée de l’étudiant durchführt. Ziel ist es, die Teilnehmer*innen aus dem universitären Kontext an das archivische Recherchieren heranzuführen. Dadurch sollen Hemmungen abgebaut werden, archivalische Quellen für wissenschaftliche Arbeiten zu nutzen. ...

Seit 2018 veranstaltet die Abteilung Rheinland des Landesarchivs NRW Nachmittage für Studierende und Wissenschaftler/innen. Die Idee dazu ist vom Französischen Nationalarchiv inspiriert, das jedes Jahr eine Journée de l’étudiant durchführt.

Ziel ist es, die Teilnehmer*innen aus dem universitären Kontext an das archivische Recherchieren heranzuführen. Dadurch sollen Hemmungen abgebaut werden, archivalische Quellen für wissenschaftliche Arbeiten zu nutzen.

Die Zielgruppe wird vor allem durch direkte Kontakte zu den Universitäten im Sprengel und teilweise über Facebook erreicht. Als wichtigster Informationskanal dient zurzeit noch der klassische Aushang am Schwarzen Brett. Die Resonanz ist jedes Mal groß. Der Workshop läuft in der Regel so ab:

Zuerst füllen alle Teilnehmer*innen im Lesesaal den Benutzungsantrag aus und bekommen einen Benutzerausweis. Dies ist für die spätere eigenständige Recherche erforderlich.

Zu Beginn der eigentlichen Veranstaltung erhalten die Teilnehmer*innen eine allgemeine Einführung in das Landesarchiv sowie in die Grundlagen des archivischen Recherchierens. Dazu zählen neben der Klärung von Begriffen (z.B. Provenienzprinzip, Tektonik) auch Hinweise zur Vorbereitung eines Archivbesuchs, etwa über Archivportale. Anschließend können die Studierenden und Doktorand*innen bei einer Hausführung einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Das Herzstück des Nachmittags besteht aus zwei Workshops, die bei der Anmeldung bereits vorab ausgewählt werden müssen. Ein Workshop wird zur Epoche Mittalalter/Frühe Neuzeit angeboten, ein anderer zum 19. bzw. 20. Jahrhundert. In diesen Workshops wird das Recherchieren an konkreten Beispielen geübt – zuerst in

Während der Kaffeepause stehen im Rahmen einer „Archiv-Sprechstunde“ Kolleginnen und Kollegen aus den Fachdezernaten für Fragen zur Verfügung.

Termine für den Workshop werden rechtzeitig an dieser Stelle und auf der Facebookseite des Landesarchivs bekannt gegeben.

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