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Wer dokumentiert eigentlich rechte Gewalt in Deutschland? Lange Zeit waren es fast ausschließlich nichtstaatliche Akteure: Medienschaffende und Gewerkschaftsmitglieder, antifaschistische Archive sowie Gedenk- und Recherche-Initiativen.
Damit stellt sich eine Reihe drängender Fragen: Wer dokumentiert was, für wen und mit welchem Selbstverständnis? Wie werden die Perspektiven der Betroffenen angemessen berücksichtigt? Warum scheitern Zugänge zu relevanten Akten und wo klaffen Lücken in der Dokumentation? Was können staatliche und nichtstaatliche Akteure voneinander lernen, wo können sie kooperieren? Und: Wie werden Ergebnisse in die Öffentlichkeit vermittelt und an die spezifischen Zielgruppen herangetragen?
Diese Fragen sollen auf der Tagung des Landesarchivs Baden-Württemberg und des Bundesarchiv diskutiert werden, mit denen, die es wissen müssen: Menschen aus Archiven, Initiativen, Wissenschaft und Behörden, die täglich an der Dokumentation rechter Gewalt arbeiten. Auch eine Kollegin aus dem Landesarchiv NRW ist dabei und spricht über "Zwischen Schreddern und Schutzfristen: Überlieferungsbildung und Zugang zu staatlichen Akten".
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Bitte teilen Sie bei der Anmeldung mit, ob Sie an beiden Tagen teilnehmen oder nur an einem. Eine Anmeldung ist bis zum 18. September über dokumentationsstelle@la-bw.de möglich.