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dinsdag, 11. januari 2022 - 09:36

Neben den süßen Semmeln für die Kinder, nach denen das Timpkenfest benannt ist, gab es früher auch Hausmannsbrot und deftige Schweinewürste für Arme und Bedürftige: So steht es im Bericht des Engeraner Amtmanns von 1844. Das Timpkenfest, welches alljährlich zum Dreikönigstag in der Stiftskirche zu Enger gefeiert wird, war einst eine Armenspeisung, die der Sage nach von Widukind selbst veranlasst wurde und an den Sachsenherzog erinnern soll. Tatsächlich nachweisen lässt sich die Tradition bis ins 16. Jahrhundert.

Das abgebildete Timpken-Foto stammt aus der Sammlung von Pfarrer Gerhard Kenter (*1913 in Enger, +1986 ebenda). Pfarrer Kenter war ein engagierter Familienforscher, der intensiv zu Höfen und Orten der Region forschte. Akribisch geordnet nach Ortsteilen und untergliedert nach den alten Hausnummern hat Kenter seine Forschungen genau dokumentiert. In das Kommunalarchiv Herford wurde der die Stadt Enger betreffende Teil seiner Sammlung übernommen. In den letzten Wochen wurde dieser in säurefreie Mappen umgeheftet und in der Archivsoftware erfasst, sodass die Ergebnisse nun für alle FamilienforscherInnen im Portal ArchiveNRW recherchierbar sind.

 

Der Hauptteil der Forschungsergebnisse von Pastor Kenter befindet sich im Landeskirchlichen Archiv der evangelischen Kirche von Westfalen und wurde dort als Bestand 5.7 erfasst.