Volker Hingst betonte immer wieder, wie wichtig Prävention, Quarantänemaßnahmen und Archivhygiene seien, um erst gar nicht in die direkte Schädlingsbekämpfung gehen zu müssen. IPM solle keine anlassbezogene Reaktion sein, ein konsequentes Präventions- und Hygienekonzept sei deutlich preiswerter als einen professionellen Schädlingsbekämpfer zu engagieren. Mit diesen Argumenten sollen auch Verwaltungen ins IPM-Boot geholt werden, denn ein Archiv ist schließlich meistens an andere Strukturen gekoppelt. Oft sind wuchernde Papierstapel außerhalb der Archivräume ein wunderbarer Rückzugsort bzw. Habitat für Schädlinge.
Abschließend gab es einen Austausch zum Einfrieren von Akten: Die Teilnehmenden berichteten von ihren Erfahrungen mit Tiefkühlschränken. Volker Hingst half bei Fragen und gab Empfehlungen zur Kühldauer, der Verpackung der Archivalien und auch zu geeigneten Geräten. Zum Einfrieren von Archivgut ist derzeit auch eine Handreichung des LVR-AFZ in Arbeit.
Nachdem aufgrund der vielen Fragen etwas überzogen wurde, endete die „Themensprechstunde Archiv“ und machte Lust auf die nächste. Diesmal dann mit dem Thema “Fördermöglichkeiten für rheinische Archive“ am Donnerstag, den 12. Juni 2025, 14-15 Uhr.