Am 5. November 2025 wurde mit dem Gladbecker Jovyplatz einer der geschichtsträchtigsten Orte in der Stadt umgewidmet. Seither erinnert sein Name nicht nur an den ersten Oberbürgermeister Dr. Michael Jovy (1882-1931), sondern auch an dessen Sohn Dr. Ernst Michael Jovy (1920-1984), im "Dritten Reich" als Widerstandskämpfer aktiv, 1983 von der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem mit dem Ehrentitel "Gerechter unter den Völkern" ausgezeichnet.
Mehrere Monate forschte eine engagierte Schülergruppe am Ratsgymnasium zur Biografie Jovys, ehe die Ergebnisse im Juni 2025 in einer Ausschusssitzung des Rates der Stadt der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, verbunden mit dem Vorschlag, den Platz um ein Gedenken an den Bürgermeistersohn Dr. Ernst Michael Jovy zu erweitern. Auf den Beschluss, der in selbiger Sitzung getroffen worden war, folgte zunächst die Anbringung eines Erklärschildes unter dem Namensschild am Platz (in Verantwortung des örtlichen Vereins für Orts- und Heimatkunde). Eine Informationstafel des Stadtarchivs Gladbeck sollte zudem die Lebenswerke von Vater und Sohn würdigen und die Historie des Platzes darstellen; eine solche Tafel war am Standort bereits seit Längerem vorgesehen und konnte nun realisiert werden.
Auf dem Foto am Tag der Tafeleinweihung zu sehen die Schülerinnen und Schüler der ehemaligen Geschichts-AG des Ratsgymnasiums Gladbeck mit der Lehrkraft Dr. Jörg Judersleben (vorne, zweiter von links), Bürgermeisterin Bettina Weist (zweite von rechts) sowie Archivleiter Christian M. Schemmert (erster von links).