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Update am 24.09.2026, ab 16:00 Uhr


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Vortrag: „In schönster Festesstimmung“ Vom Schützenfest zum Volks- und Heimatfest. Kaarster Schützenvereine 1933-1945

Vortragsreihe Stadtgeschichte am Abend
Montag, 13. April 2026 - 07:34

Die Schützenbruderschaften sind die ältesten „Vereine“ in Kaarst. Ihre Ursprünge reichen bis in das Mittelalter zurück. Die traditionelle Kirmes und das Schützenfest waren und sind als fester Termin im Kalender eines jeden Kaarsters eingetragen. Für viele stellen sie den gesellschaftlichen Höhepunkt des Jahres dar.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sahen sich die Bruderschaften mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Zunächst führten Kriege und militärische Besatzungen zu Unterbrechungen und Einschränkungen des Vereinslebens.

Die schwerste Belastung brachte jedoch die Zeit des Nationalsozialismus: Aus weltanschaulichen Gründen wurden die kirchlich geprägten Schützenfeste verboten. An ihre Stelle setzten die Nationalsozialisten ein weltlich orientiertes „Volks- und Heimatfest“, das den religiösen Charakter der Bruderschaften bewusst verdrängen sollte.

Referenten: Dr. Britta Spies, Rheinisches Schützenmuseums Neuss, und Dr. Ansgar S. Klein, Stadtarchiv Kaarst

Die Vortragsreihe Stadtgeschichte am Abend ist eine Kooperation des Stadtarchivs Kaarst, des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte und der Volkshochschule Kaarst-Korschenbroich.