Zugehörigkeiten des Gebietes der heutigen Stadt Greven seit 1789
Bis 1802 Fürstbistum Münster, Amt Wolbeck. - 1802-1806 preußisches Erbfürstentum Münster und (ab 1803) Fürstentum Rheina-Wolbeck (Greven links der Ems mit den Bauerschaften Hembergen, Herbern, Westerode und Teilen der Bauerschaft Aldrup). 26.7./2.8.1806 kommen die Rheina-Wolbeckischen Teile zum Großherzogtum Berg, Arrondissement Steinfurt. Die preußischen Teile werden im Oktober 1806 durch französische Truppen besetzt und gehören ab 5.11.1806 zum "Ersten Gouvernement der eroberten Gebiete" mit Sitz in Münster. Am 21.1.1808 werden die unter Militärverwaltung stehenden preußischen Teile dem Großherzogtum Berg übertragen, das am 5.5.1808 von diesen Besitz ergreift. Durch Dekret vom 14.11.1808 wird die Verwaltung nach französischem Vorbild umgestaltet. Die Mairie Greven, bestehend aus den Kirchspielen Greven und Gimbte, gehört nun zum Großherzogtum Berg, Emsdepartement, Arrondissement Münster, Kanton Greven (umfassend die Mairien Greven, Saerbeck, Emsdetten, Nordwalde, Altenberge). Durch Dekret des französischen Kaisers Napoleon vom 14.12.1810 werden die holländischen und hanseatischen Departements gebildet. Ab 1.1.1811 gehört Greven zum Kaiserreich Frankreich, Ober-Emsdepartement, Arrondissement Osnabrück, Kanton Ostbevern bzw. (Gebietsteile links der Ems) zum Departement der Ysselmündungen, Arrondissement Steinfurt, ab 28.4.1811 zum Lippe-Departement, Arrondissement Münster. Zum 1.6.1811 wird das Kirchspiel Gimbte der Mairie St. Mauritz (Lippedepartement, Arrondissement Münster, Kanton St. Mauritz), die linksemsischen Bauerschaften Aldrup, Westerode, Herbern und Hembergen der Mairie Emsdetten (Lippedepartement, Arrondissement Steinfurt, Kanton Rheine) zugeordnet. Die französische Herrschaft endet in Greven am 2.11.1813 durch den Einmarsch preußischer Truppen. 1813-1816 preußisches Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein, Greven gehört 1813-1816 zum Kreis Tecklenburg. - 1815-1946 preußische Provinz Westfalen; 1.8.1816-31.12.1974 Kreis Münster, ab 1.1.1975 Kreis Steinfurt.
Kirchspiele, Mairien, Ämter und Gemeinden auf dem Gebiet der heutigen Stadt Greven
Vor 1808 bestanden die Kirchspiele Greven und Gimbte. 1808 Bildung der Mairie Greven aus den Kirchspielen Greven und Gimbte. Zum 1.6.1811 wird das Kirchspiel Gimbte der Mairie St. Mauritz zugeschlagen. Durch preußische Verfügung wird zum 1.1.1815 das seit 1811 an der Ems als Departementsgrenze getrennte Kirchspiel Greven wieder zusammengeführt; zum 1.1.1821 wird das Kirchspiel zum Amt Greven, erweitert um das Kirchspiel Gimbte (Ausgliederung aus St. Mauritz). Das Amt Greven besteht aus den Gemeinden Gimbte und Greven (mit den Bauerschaften Aldrup, Westerode, Herbern, Hembergen, Pentrup, Wentrup, Hüttrup, Schmedehausen, Bockholt, Fuestrup, Guntrup, Maestrup).
1844 Amtsverband mit den Gemeinden Greven-Kirchspiel, Greven-Dorf und Gimbte.
1850 Amt mit den Gemeinden Greven (Vereinigung von Greven-Dorf und Kirchspiel Greven) und Gimbte. - 1894 Trennung der Gemeinde Greven in die Gemeinden Greven-Dorf, Greven rechts der Ems und Greven links der Ems. - 1925 Siedlung Reckenfeld in der Gemeinde Greven links der Ems. - 1950 Stadtrechte für die Gemeinde Greven-Dorf. - 1952 Zusammenschluss ("Wiedervereinigung") der Stadt Greven mit den Gemeinden Greven rechts der Ems und Greven links der Ems. - 1954 Auflösung des Amtes und Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft mit Gimbte. - 1975 Eingemeindung von Gimbte.
Zu den kath. Bistümern seit dem 17. Jh.
Diözese Münster.
Zur ev. Landeskirche und den Kirchenkreisen seit 1960
Evangelische Kirche von Westfalen.