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DOING COOPERATION

In Zeiten ökonomischer Knappheit sind die Selbstvernetzung und das Eingehen von Kooperationen längst zur Überlebensfrage kleiner und kleinerer Kommunalarchive geworden.

Das Stadtarchiv Gladbeck ist derzeit aktives Mitglied zweier Verbundlösungen, die sowohl im regionalen als auch im überregionalen Netzwerk zu Fragen der Bestandserhaltung und digitalen Archivierung organisiert sind.

Hinzu kommen nichtfachliche Kooperationen auf dem Feld der Archivpädagogik sowie der Retrodigitalisierung von Archivgut.

RETRODIGITALISIERUNG

Die Retrodigitalisierung der archiveigenen Bestände zur Präsentation im Internet bzw. im Lesesaal ist in den deutschen Archiven selbstverständlicher Standard und wird inzwischen auch im Stadtarchiv Gladbeck praktiziert. Im Berichtsjahr 2025 belief sich die Gesamtzahl der Digitalkopien, die das Stadtarchiv entweder selbst angefertigt hat oder hat anfertigen lassen, mit 272.738 Aufnahmen (im Gesamtumfang von 3.504 Gigabyte Datenmenge) erstmals weit oberhalb der Hunderttausender-Marke. 

Vom Fachpersonal können diese Verfilmungsarbeiten zur Sicherung der archiveigenen Bestände in Auswahl nur teilweise durchgeführt werden. Zurzeit arbeitet das Stadtarchiv Gladbeck daher entweder mit ehrenamtlichen Kräften aus Gladbeck zusammen oder die Scanaufträge werden extern vergeben oder es werden Kooperationen geschlossen, wie zuletzt mit dem Verein für Computergenealogie e.V. (CompGen), der die Retrodigitalisierung der Gladbecker Adressbuchoriginale 1907-1995 dankenswerterweise durchgeführt hat.

Seit November 2025 befinden sich die Digitalkopien der Gladbecker Adressbücher (vorerst bis zum Jahr 1963 veröffentlicht) über die Homepage des Vereins im weltweit kostenfreien Zugriff. Und auch der Stadt Gladbeck sind für die Erstellung der Sicherungskopien der insgesamt 16 Einzelbände im Umfang von 6.668 Aufnahmen, deren Bereitstellung und Indizierung in den jeweiligen Ausgabeformaten keinerlei Kosten entstanden.