Deutschlands Abschied von der Industriegesellschaft hat in den letzten Jahrzehnten vor allem im Bergbau einen drastischen Strukturwandel erzeugt. Hunderte von Steinkohlezechen, Erzbergwerken und Kaligruben wurden stillgelegt.
Um deren schriftliche Hinterlassenschaft als "Gedächtnis des deutschen Bergbaus" zu bewahren, wurde das Bergbau-Archiv (BBA) am 1. Juli 1969 von der DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung mbH (damals Westfälische Berggewerkschaftskasse [WBK]), der Vereinigung Rohstoffe und Bergbau e.V. (damals Wirtschaftsvereinigung Bergbau e.V.) und dem Branchenverband Steinkohle und Nachbergbau e.V. (damals Gesamtverband des deutschen Steinkohlenbergbaus e.V.) gegründet.
In den Jahren 2002 und 2010 ist das BBA von der Vereinigung deutscher Wirtschafsarchivare e.V. mit dem Titel "Wirtschaftsarchiv des Jahres" ausgezeichnet worden.
Hauptaufgaben
Das BBA sichert, bewahrt und erschließt Akten, Karten, Grubenrisse, Fotos und Filme aus dem deutschen Bergbau. Es ist damit ein überregional zuständiges Branchenarchiv, das seine Bestände einer Vielzahl von interessierten Benutzern zur Verfügung stellt. Darüber hinaus dient es als Dokumentations- und Informationsstelle zu allen Fragen der industriellen Bergbaugeschichte und leistet eigene Forschungsaktivitäten in diesem Bereich.
Zusammenarbeit
Das BBA ist korporatives Mitglied im Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. (VdA) sowie in der Vereinigung der Wirtschaftsarchivarinnen und Wirtschaftsarchivare e.V. (VdW). Es gehört ferner zu den Gründungseinrichtungen des Arbeitskreises Archive in der Leibniz-Gemeinschaft. Schließlich arbeitet es mit zahlreichen historischen und speziell montangeschichtlichen Vereinigungen und Institutionen zusammen. Das BBA ist eine integrale Säule der sammlungsbezogenen Forschungsinfrastruktur (Programmbereich 2, Montanhistorisches Dokumentationszentrum) des Deutschen Bergbau-Museums Bochum, Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen.