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Stadt- und Vestisches Archiv Recklinghausen

Das Stadt- und Vestische Archiv Recklinghausen gehört zu den bedeutendsten Kommunalarchiven Westfalens. Es ist der „Speicher der Vergangenheit“ und das „stoffgewordene“ Gedächtnis von Stadt und Vest R...

Das Stadt- und Vestische Archiv Recklinghausen gehört zu den bedeutendsten Kommunalarchiven Westfalens. Es ist der „Speicher der Vergangenheit“ und das „stoffgewordene“ Gedächtnis von Stadt und Vest Recklinghausen, ein Ort, an dem Geschichte in ihrem unmittelbaren schriftlichen Niederschlag aufbewahrt wird.

Zugleich ist das Stadtarchiv ein moderner Dienstleistungsbetrieb und ein offenes Forum für alle Geschichtsinteressierten der Stadt und der Region. Das Stadt- und Vestische Archiv sucht und pflegt Kooperation mit Forschenden, Lehrenden, Studierenden, Schülerinnen und Schülern, Vereinen, Geschichtswerkstätten und allen historisch engagierten Bürgerinnen und Bürgern.

Im Erdgeschoss des Instituts für Stadtgeschichte steht Benutzern ein großzügig und modern gestalteter, von Tageslicht erhellter Lesesaal zur Verfügung, in dem ausführlich recherchiert und studiert werden kann. Für Projekt- und Arbeitsgruppen aller Art steht ein zusätzlicher Seminarraum bereit, in welchem gemeinsam und intensiv geforscht werden kann. Die aufgeschlossenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten gern und sachkundig. Die technische Ausstattung des Lesesaals gewährleistet eine zeitgemäße Nutzerfreundlichkeit:

  • beleuchteter Repro-Tisch mit Spiegelreflexkamera
  • Lesegeräte für 35mm-Rollfilme
  • Lesegeräte für Mikrofiches/Mikrofilme
  • Stromanschlüsse für Laptops
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Stadt- und Vestisches Archiv Recklinghausen

Öffnungszeiten & Kontakt

Ihr Kontakt

Hohenzollernstraße 12
45659 Recklinghausen
Deutschland

Telefonnummer
02361-501901
Öffnungszeiten
Montag, Dienstag und Freitag: 8:00 -13:00 Uhr

Mittwoch: 8:00 - 16:00 Uhr

Donnerstag: 8:00 - 18:00 Uhr


Weitere Kontaktdaten:
Lippe, Ines (Archiv)
ines.lippe@recklinghausen.de; Tel.: 02361/50-1902

Keppler, Kristina (genealogische Anfragen)
kristina.keppler@recklinghausen.de: Tel.: 02361/50-1906

Stecker, Birgit (archivische Anfragen)
birgit.stecker@recklinghausen.de; Tel.: 02361/50-1904

Dr. Böttcher, Angelika (RETRO STATION)
angelika.boettcher@recklinghausen.de; Tel.: 02361/50-1907


!Besuch und Benutzung im Archiv unter Corona-Schutzmaßnahmen!
Um sämtliche Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können, ist ein Besuch des Archivs ist nur nach vorheriger persönlicher Anmeldung (telefonisch oder per E-Mail) möglich. Eine Vorabbestellung von Archivalien wird dringend empfohlen. Termine zur Einsichtnahme von Archivalien sind zu folgenden Zeiten möglich:
Montag, Dienstag, Freitag: 8:00 - 10:00 Uhr oder 11:00 - 13:00 Uhr
Mittwoch: 8:00 - 10:00 Uhr, 11:00 - 13:00 Uhr oder 14:00 - 16:00 Uhr
Donnerstag: 8:00 - 12:00 Uhr oder 14:00 - 18:00 Uhr.

Das Institut für Stadtgeschichte/Stadt- und Vestisches Archiv Recklinghausen ist inklusive RETRO STATION aufgrund geltender Corona-Schutzverordnung des Landes NRW bis voraussichtlich 31. Januar 2021 für den Publikumsverkehr geschlossen. Anfragen werden weiterhin telefonisch, postalisch oder per Email unter den oben aufgeführten Kontaktdaten beantwortet.
Unsere Bestände

Kommunale Bestände sowie nichtamtliche Überlieferung

Grundlage der Archivtektonik bis Mitte der 1920er Jahre war die städtische Alt- und Kernüberlieferung, zum einen von der Stadtgründung (1236) bis zum Ende des 18. Jahrhunderts (heute: Bestand Stadtarchiv I), zum anderen vom Ende der kurkölnischen Zeit bis zum Zeitalter der Hochindustrialisierung (Bestand Stadtarchiv II: circa 1800 bis 1900).

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg trat die Eigenschaft, hauptsächlich ein Historisches Archiv für das Vest Recklinghausen zu sein, gegenüber den Erfordernissen moderner Aktenverwaltung zurück: 1964 wurden die seit vielen Jahrzehnten im Rathauskeller ungeordnet gelagerten etwa 25.000 Akten aus der Stadtverwaltung Recklinghausen gesichtet,  auf ihre Archivwürdigkeit überprüft und mit den Ordnungsarbeiten begonnen. Übrig blieben circa 6.600 Akteneinheiten (um 1900 bis ca. Beginn der 1970er Jahre), die den heute größtenteils uneingeschränkt zugänglichen Bestand Stadtarchiv III bilden. Bei diesem Bestand handelt es sich um eine abgeschlossene Einheit.

Unterlagen aus der Zeit nach ca. Mitte der 1970er Jahre bzw. Abgaben, welche zeitlich noch in Bestand Stadtarchiv III fallen, aber zu einem späteren Zeitpunkt ins Stadt- und Vestische Archiv Recklinghausen kamen, werden in eine moderne, dem Provenienzprinzip folgende Beständestruktur eingearbeitet.

Hinzu kommen Nachlässe, Sammlungen sowie umfangreiche Zeitungs- und Fotobestände.

Territoriale Bestände - (Zusatz-)Bezeichnung „Vestisches Archiv“

Bereits 1923/24 erfolgte ein umfangreicher Zugang von Akten und Urkunden betreffend die Herzoglich Arenbergische Herrschaft über das Vest Recklinghausen (1802 bis 1810), unter denen auch massenhaft Schriftgut aus kölnischer Zeit erhalten geblieben ist (12. Jahrhundert bis 1802).

1926 kamen die Akten des aufgelösten „Amts Recklinghausen“ (Landgemeinde Recklinghausen, 1837 bis 1926) hinzu, 1929 hat auch die Gräfliche Familie Westerholt einen umfangreichen Depositalbestand übergeben (enthält Urkunden ab Ende 13. Jahrhundert, Akten ab 15. Jahrhundert). Hinzu kommt der Bestand Archiv Westerholt-Arenfels (Archiv des adeligen Hauses Berge zu Buer). Vor diesem Hintergrund bürgerte sich seit den 1920er Jahren die Bezeichnung „Stadt- und Vestisches Archiv“ ein.

Diese Alt- und Adelsbestände, die eine umfangreiche Territorialüberlieferung für die Regionalgeschichte zwischen Emscher und Lippe bereitstellen, veranlassten 1986 den Eintrag in die beim Bundesminister der Justiz geführten Liste der national wertvollen Archive.

Weiterführende Informationen zu den Beständen finden Sie unter folgendem Link: https://www.recklinghausen.de/inhalte/startseite/familie_bildung/institut_fuer_stadtgeschichte/Stadt-_und_Vestisches_Archiv/index.asp