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Stadtarchiv Bocholt

Das Stadtarchiv Bocholt ist das „Gedächtnis der Stadt“. Als solches hat es die Aufgabe, aus den abgeschlossenen schriftlichen Unterlagen des Rates und der Verwaltung der Stadt Bocholt sowie des 1975 aufgelösten Amtes Liedern-Werth diejenigen auszuwählen, dauerhaft zu sichern und für die interessierte Öffentlichkeit nutzbar zu machen, die für die Erforschung der Stadtgeschichte oder aus rechtlichen, kulturellen und/oder historischen Gründen bedeutsam sind.

Das Stadtarchiv ist das zuständige öffentliche Archiv der Stadt Bocholt sowie der ehemaligen Gemeinden Barlo, Biemenhorst, Hemden, Holtwick, Liedern, Lowick, Mussum, Spork, Stenern und Suderwick des aufgelösten Amtes Liedern-Werth.

Von der mittelalterlichen Urkunde bis zur E-Mail überliefert das Stadtarchiv mehr als 800 Jahre Stadtgeschichte. Das Stadtarchiv ist somit Anlaufstelle für alle Fragen zur Geschichte Bocholts.

Neben der Verwaltung stehen wir vor allem der interessierten Öffentlichkeit in allen Fragen rund um die Geschichte der Stadt Bocholt zur Seite. Falls Sie also mehr über Bocholt erfahren wollen, besuchen Sie uns.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und werden Ihnen bei Ihren Fragestellungen zur Seite stehen sowie eine Orientierung bei der Arbeit mit den vielfältigen Quellen geben.

Stadtarchiv Bocholt

Öffnungszeiten & Kontakt

Ihr Kontakt

Werkstraße 19
46395 Bocholt
Deutschland

Telefonnummer
02871-953-2169
Öffnungszeiten
Servicezeiten der Stadtverwaltung:
Mo. bis Do. 8 - 17 Uhr
Fr. 8 - 12:30 Uhr

Terminvereinbarung erwünscht!
Unsere Bestände
Die Bestände des Archivs sind vielfältig und umfassen den Zeitraum seit dem 13. Jahrhundert. Das älteste Archivale ist eine durch den Bischof von Münster ausgestellte Urkunde vom 30. September 1201, wohingegen es sich bei dem jüngsten Archivale um die Tageszeitung von heute Morgen handelt. Das Stadtarchiv verwahrt die amtliche Überlieferung der Stadt Bocholt sowie diejenige des ehemaligen Amtes Liedern-Werth (bis 1975) sowie dessen Rechtsvorgänger. Durch kontinuierliche Abgaben aus der Stadtverwaltung, in naher Zukunft in Form von E-Akten, wächst das Archiv beständig. Um das zukünftige historische Bild zu erweitern, werden neben diesem städtischen Schriftgut auch private Quellen erfasst, übernommen, erschlossen und verwahrt. Hierbei handelt es sich um nichtamtliche Quellen (z. B. Regionalzeitungen, Nachlässe bedeutender Persönlichkeiten des Stadtlebens, Vereins- und Firmenarchive) sowie historische und heimatkundliche Sammlungen (z. B. Karten, Fotos, Filme, Plakate usw.). Insgesamt umfasst der Bestand des Stadtarchives Bocholt rund 1,2 Regalkilometer, Tendenz steigend: darunter:...

Die Bestände des Archivs sind vielfältig und umfassen den Zeitraum seit dem 13. Jahrhundert. Das älteste Archivale ist eine durch den Bischof von Münster ausgestellte Urkunde vom 30. September 1201, wohingegen es sich bei dem jüngsten Archivale um die Tageszeitung von heute Morgen handelt.

Das Stadtarchiv verwahrt die amtliche Überlieferung der Stadt Bocholt sowie diejenige des ehemaligen Amtes Liedern-Werth (bis 1975) sowie dessen Rechtsvorgänger. Durch kontinuierliche Abgaben aus der Stadtverwaltung, in naher Zukunft in Form von E-Akten, wächst das Archiv beständig.

Um das zukünftige historische Bild zu erweitern, werden neben diesem städtischen Schriftgut auch private Quellen erfasst, übernommen, erschlossen und verwahrt. Hierbei handelt es sich um nichtamtliche Quellen (z. B. Regionalzeitungen, Nachlässe bedeutender Persönlichkeiten des Stadtlebens, Vereins- und Firmenarchive) sowie historische und heimatkundliche Sammlungen (z. B. Karten, Fotos, Filme, Plakate usw.).

Insgesamt umfasst der Bestand des Stadtarchives Bocholt rund 1,2 Regalkilometer, Tendenz steigend:

darunter:

  • rund 13.000 Akten und Vorgänge
  • etwa 820 Urkunden
  • 750 Amtsbücher
  • rund 1.050 Karten und Pläne
  • 800 Plakate
  • Tageszeitung „Bocholt Borkener Volksblatt“ seit 1875 (mit Lücken)
  • Personenstandsregister ab 1874
  • Kirchenbücher der Pfarrgemeinde St. Georg ab 1654
  • etwa 20.000 Fotos zur Geschichte der Stadt Bocholt
  • 25 Nachlässe

und vieles Weiteres!

Neben diesen Quellen gehört zum Stadtarchiv außerdem eine geschichtliche Dienstbibliothek (Präsenzbibliothek), die etwa Literatur über die Region Bocholt und die benachbarten Gebiete sowie archiv- und hilfswissenschaftliche Werke bereithält.

Die Bestände des Archivs stehen teilweise in diesem Portal online zur Verfügung und können dort recherchiert werden. Wir arbeiten stetig an der Onlinestellung unserer Bestände und werden zukünftig weitere Findbücher hochladen.

Die Einsichtnahme der Archivbestände ist im Lesesaal zu den Öffnungszeiten kostenfrei möglich.

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Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit

„Wer ein schlechtes Gedächtnis hat, wird nicht darum herumkommen, seine Fehler zu wiederholen.“ – Indisches Sprichwort. Als „Gedächtnis der Stadt“ hat das Stadtarchiv nicht nur die Aufgabe eines Wissensspeichers, sondern auch die Vermittlungsaufgabe von historischem Bewusstsein. Im Rahmen aktiver historischer Bildungsarbeit leistet das Stadtarchiv somit einen wichtigen Beitrag zur städtischen Erinnerungskultur. Neben kontinuierlichen Projekten wie dem Foto des Monats, dem Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte oder den Publikationsreihen „Unser Bocholt“ (gemeinsam mit dem Verein für Heimatpflege Bocholt e. V.) und „Bocholter Quellen und Beiträge“ beteiligt sich das Stadtarchiv auch an stadthistorischen Projekten, wie zuletzt dem Stadtjubiläum 1222-2022. Für die interessierte Öffentlichkeit bietet das Stadtarchiv auf Anfrage kostenfreie Führungen durch die Magazine, mit Einführung in die vorhandene Quellenvielfalt, in die Recherchetechniken sowie die Nutzung der unikalen Quellen an. ...

Wer ein schlechtes Gedächtnis hat, wird nicht darum herumkommen, seine Fehler zu wiederholen.“ – Indisches Sprichwort.

Als „Gedächtnis der Stadt“ hat das Stadtarchiv nicht nur die Aufgabe eines Wissensspeichers, sondern auch die Vermittlungsaufgabe von historischem Bewusstsein. Im Rahmen aktiver historischer Bildungsarbeit leistet das Stadtarchiv somit einen wichtigen Beitrag zur städtischen Erinnerungskultur.

Neben kontinuierlichen Projekten wie dem Foto des Monats, dem Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte oder den Publikationsreihen „Unser Bocholt“ (gemeinsam mit dem Verein für Heimatpflege Bocholt e. V.) und „Bocholter Quellen und Beiträge“ beteiligt sich das Stadtarchiv auch an stadthistorischen Projekten, wie zuletzt dem Stadtjubiläum 1222-2022.

Für die interessierte Öffentlichkeit bietet das Stadtarchiv auf Anfrage kostenfreie Führungen durch die Magazine, mit Einführung in die vorhandene Quellenvielfalt, in die Recherchetechniken sowie die Nutzung der unikalen Quellen an.

Das Stadtarchiv versteht sich ebenso als außerschulischer Lernort und kann durch einen Besuch im Rahmen des Schulunterrichts thematisch eingebunden werden. Nach vorheriger Absprache mit den Lehrenden können zu verschiedensten Themen, beispielsweise der Industrialisierung, 1848er-Revolution oder Erster Weltkrieg, unterschiedlichste Projekte in Art und Umfang angeboten werden.

Daneben steht das Archiv allen Schüler/innen oder Studierenden bei der Wahl und der Ausarbeitung von Fach- oder Hausarbeiten unterstützend zur Seite.

 

Hinweis:

Aktuelle Hefte der Reihe „Unser Bocholt“ sowie alle Bände der Reihe „Bocholter Quellen und Beiträge“ können im Stadtarchiv erworben werden.

 

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Mitarbeiter/innen

 

 

Renate Volks-Kuhlmann (Archivleitung)

Tel.: 02871 953-2169

renate.volks-kuhlmann@bocholt.de

 

 

 

 

Hendrik Schlaghecken

Tel.: 02871 953-7348

hendrik.schlaghecken@bocholt.de

 

Wolfgang Tembrink

Tel.: 02871 953-2175

wolfgang.tembrink@bocholt.de

 

Ihr Besuch im Stadtarchiv

Die Nutzung der Bestände des Stadtarchives Bocholt steht jedem/jeder Interessierten im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen offen, unabhängig davon, ob sie wissenschaftlichen Forschungen nachgehen, ein amtliches Anliegen haben oder das Archiv aus persönlichen Interesse nutzen wollen. Grundsätzlich ist die persönliche Einsichtnahme im Rahmen des nordrhein-westfälischen Archivgesetzes und der städtischen Archivsatzung kostenfrei. Bei Sonderleistungen wie beispielsweise Recherchetätigkeit von Seiten des Archivpersonals, wie auch für Reproduktionen – außer für wissenschaftliche/schulische Zwecke – werden allerdings Gebühren erhoben. Für Gruppen können kostenfreie Führungen durch die Magazine verabredet werden, mit Einführung in die vorhandene Quellenvielfalt, in die Recherchetechniken sowie die Nutzung der unikalen Quellen. Eine Voranmeldung wird empfohlen, damit wir ihren Archivbesuch optimal vorbereiten können und benötigte Archivalien bereitlegen können. &...

Die Nutzung der Bestände des Stadtarchives Bocholt steht jedem/jeder Interessierten im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen offen, unabhängig davon, ob sie wissenschaftlichen Forschungen nachgehen, ein amtliches Anliegen haben oder das Archiv aus persönlichen Interesse nutzen wollen. Grundsätzlich ist die persönliche Einsichtnahme im Rahmen des nordrhein-westfälischen Archivgesetzes und der städtischen Archivsatzung kostenfrei.

Bei Sonderleistungen wie beispielsweise Recherchetätigkeit von Seiten des Archivpersonals, wie auch für Reproduktionen – außer für wissenschaftliche/schulische Zwecke – werden allerdings Gebühren erhoben.

Für Gruppen können kostenfreie Führungen durch die Magazine verabredet werden, mit Einführung in die vorhandene Quellenvielfalt, in die Recherchetechniken sowie die Nutzung der unikalen Quellen.

Eine Voranmeldung wird empfohlen, damit wir ihren Archivbesuch optimal vorbereiten können und benötigte Archivalien bereitlegen können.

 

Siehe dazu:

Archivsatzung

https://www.bocholt.de/bocholt_media/fachbereiche/fb12/ortsrecht-satzungen/schul-und-kulturverwaltung/satzung-der-stadt-bocholt-ueber-das-stadtarchiv-bocholt-und-dessen-benutzung-(archivsatzung).pdf?download=1

 

Gebührenordnung

https://www.bocholt.de/bocholt_media/fachbereiche/fb12/ortsrecht-satzungen/gemeindeverfassung-und-gemeindeverwaltung/satzung-der-stadt-bocholt-ueber-die-erhebung-von-verwaltungsgebuehren.pdf?download=1

(Ab Punkt 13 relevant für die Benutzung des Stadtarchives)

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Anschrift und Parken

Stadtarchiv Bocholt

Werkstraße 19

46359 Bocholt

 

Direkt vor dem Stadtarchiv stehen mehrere kostenfreie Parklätze zur Verfügung.

Das Stadtarchiv ist ebenerdig und barrierefrei.

Die Geschichte des Stadtarchivs

Höchstwahrscheinlich begann alles mit einer verschließbaren hölzernen Truhe.                                                                                                                    Irgendwo im Rathaus stehend, barg sie die rechtssichernden Urkunden, wie zum Beispiel die Stadterhebungsurkunde von 1222 und vielleicht auch die Stadtkasse, sodass alles Wichtige bei Gefahr schnell griffbereit war.             &nb...

Höchstwahrscheinlich begann alles mit einer verschließbaren hölzernen Truhe.                                                                                                                    Irgendwo im Rathaus stehend, barg sie die rechtssichernden Urkunden, wie zum Beispiel die Stadterhebungsurkunde von 1222 und vielleicht auch die Stadtkasse, sodass alles Wichtige bei Gefahr schnell griffbereit war.                                                                                                                          Doch im Laufe der Jahrhunderte mehrten sich die Dokumente und keineswegs nur noch Urkunden, sondern auch Rechnungsbücher oder Rechtsbezeugungen, die nun einige Regale füllten.                                                                                                                       Aufgrund der wachsenden Verwaltung und Verschriftlichung im 19. Jahrhundert wurde am 1. April 1885 ein erster büroleitender Beamter in das entstehende Archiv abgestellt. Von 1928 führte dann ein hauptamtlicher Archivar mit Unterbrechungen bis 1935 das Archiv, der sich der enormen Fülle an historisch wertvollen Archivalien annahm. Schließlich übernahm Frau Dr. Elisabeth Bröker von der Archivberatungsstelle der Provinz Westfalen 1939 die Leitung des Stadtarchives und führte es bis 1976. Grundsätzlich zog das Archiv immer gemeinsam mit der städtischen Verwaltung um und war folglich bis zum Jahre 1942 überwiegend im Historischen Rathaus untergebracht.                                                                                                                                    1942 lagerte man die Archivalien zur Sicherung auf das ostwestfälische Schloss Calenberg bei Warburg aus. Angesichts der 85-prozentigen Zerstörung der Stadt Bocholt am 22. März 1945 konnten auf diese Weise größere Kriegsverluste vermieden werden. Nach Ende des Krieges kam das Archiv wieder zurück nach Bocholt und fand im St.-Georg-Gymnasium seinen vorläufigen Standort. Im Februar 1946 trat jedoch die Bocholter Aa über die Ufer, wovon auch das Stadtarchiv betroffen war.  Die damalige Stadtarchivarin Frau Dr. Bröker bemühte sich um die Rettung der Archivalien und trocknete sie unter den einfachsten Möglichkeiten, die ihr während der Nachkriegszeit zur Verfügung standen.      1956 zog das Archiv dann wiederum zurück in das wiederaufgebaute Historische Rathaus, bis 1984 ein separates Gebäude an der Münsterstraße angemietet werden konnte. Nach 30 Jahren dort bezog es übergangsweise die jetzigen Räumlichkeiten an der Werkstraße im Bocholter Stadtteil Lowick.

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