Der Schwerpunkt der fotografischen Dokumentation von Stadtgeschichte liegt im Zeitraum von 1946 bis 1999. Hierbei ist in erster Linie auf die Fotografennachlässe von Kurt Müller, Alfons Kampert und den Mitarbeitern im Presseamt der Stadt Gelsenkirchen (Hans Rotterdam, Werner Nickel, Ingrid Albertes) zu verweisen. Die Recherche nach Motiven basiert überwiegend auf der Eigendokumentation der Lichtwerkbildner. Die Ästhetik der Fotobestände entspricht ihrer funktionellen Zweckbestimmung als Dokumentation des sich in der Presse widerspiegelnden Tagesgeschehens, dem Beleg von kommunalen Repräsentationsakten und der Entscheidungshilfe für zukünftige Stadtplanungen. Die Qualität der fotografischen Aufnahmen unterlag dem Diktat der zeitbezogenen Funktionalität, sie war somit authentisch und nicht inszeniert. Die Überlieferung liegt größtenteils als Schwarz-Weiß-Aufnahmen vor.
Die fotografische Überlieferung ist in folgende Bestände gegliedert: Die Fotosammlung I ist ein Mischbestand, der aus rund 13.000 Abzügen und 3.600 Negativstreifen besteht. Die Nachlässe der Pressefotografen Alfons Kampert (Fotosammlung II), Kurt Müller (Fotosammlung III und IV) und Theo Weingandt (Fotosammlung VI) sind als Negativstreifen vorliegend. Die Fotografennachlässe umfassen insgesamt 50.000 Einheiten. Die Überlieferung des Presseamtes der Stadt Gelsenkirchen (Fotobestand V) liegt in Form von Fotoabzügen, Dias, Glasplatten und Negativstreifen vor.
Außer diesen Fotobeständen sind im Stadtarchiv Gelsenkirchen Sammlungen von Befliegungsfotos, die im Auftrag der Stadt Gelsenkirchen erstellt wurden, fotografische Sammlungen von Privatleuten und öffentlichen Einrichtungen vorhanden.