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Stadtarchiv Meckenheim

Das Stadtarchiv Meckenheim sammelt, erschließt sukzessive alle zugänglichen und archivwürdigen schriftlichen, bildlichen und sonstige Quellen zum örtlichen und amtsbezirklichen Verwaltungshandeln, zum Kulturleben und zur Geschichte des Ortes Meckenheim sowie der im zeitlichen Verlauf dem Amt Adendorf bzw. Meckenheim jeweils eingegliederten Gemeinden. Als Verwaltungsarchiv übernimmt und erschließt es Akten, Dokumente und sonstige Unterlagen. Neben Vor- und Nachlässen sowie Deposita erweitern diverse Sammlungen den Quellencorpus zum politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben. Über Findbücher erschlossen sind die Altaktenbestände des Amtes Meckenheim von 1659 bis 1971 und der Nachlaß Archiv von Cler von 1059 bis 1950. Im Altenaktenbestand Amt Meckenheim finden sich auch Protokollbücher der Bürgermeisterei Adendorf/Meckenheim und der Gemeinden Altendorf, Ersdorf, Lüftelberg, Meckenheim und Merl. Für Familienforscher sind die lückenlos überlieferten Personanstandsregsiter seit 1798 von besonderem Interesse, die je nach geltender Abgabefrist eingesehen werden können können.

Die Verwaltungsbibliothek umfaßt reichs- und bundesweite bis zu gemeindlichen Rechtssammlungen und Gesetzestexte seit dem 19. Jahrhundert. Ferner gibt die fortlaufend ergänzte Historische Bibliothek Aufschluß über die regionale und örtliche politische, wirtschaftliche, kulturelle und religiösen Geschichte. Ihr inkorporiert sind zugleich eine umfangreiche Foto-, Film- und Plakatsammlung auf zum Teil unterschiedlichen Trägermedien (analog, digital). Zur zeithistorischen Sammlung zählen auch die örtlichen Presseerzeugnisse als Ausschnitte und als Buchüberlieferung mit den Schwerpunkten Ort, Region, Sport.

Teil der Archivsammlungen ist auch das Kunsteigentum der Stadt, das sich überwiegend aus Gemälden, Zeichnungen und skulpturarer Kunst sowie Gastgeschenken zusammensetzt.

Stadtarchiv Meckenheim

Öffnungszeiten & Kontakt

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Siebengebirgsring 4
53340 Meckenheim
Deutschland

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Fax
+49 2225 / 917-66177
Öffnungszeiten
Termine vereinbaren Sie bitte über die oben angegebenen Kontaktofferten.
Unsere Bestände

A - Aktenbestände der Stadt Meckenheim

  • AM - Amt Meckenheim, 1659 - 1971 (Findbuch als PDF siehe unten);
  • EAM - Ergänzungsbestand Stadt Meckenheim, 1803 - 1989 (Findbuch als PDF siehe unten);
  • AvC - Archiv von Cler, 1059 - 1950 (Findbuch als PDF siehe unten);
  • SM - Stadt Meckenheim (nicht erschlossen, kein Findbuch vorhanden), darin: Personenstandsregister 1798 ff. (größtenteils per Datenbank vor Ort recherchierbar);

 

NL - Nachlässe und Deposita

  • DE 01 - Depositum Gunter Herr (nicht erschlossen);
  • DE 02 - Archiv Hubert Spilles (teilerschlossen);
  • DE 03 - Depositum Hildegrad und Arno Lückert (erschlossen; gesperrt);
  • DE 04 - Nachlaß Erna Bier (erschlossen; gesperrt);

 

S - Sammlungen

  • BS 01 - Bildsammlung (erschlossen);
  • DR 02 - Drittes Reich (teilerschlossen);
  • JG 03 - Jüdische Geschichte (teilerschlossen);
  • KP 04 - Karten, Pläne (nicht erschlossen);
  • MS 05 - Materialsammlung (teilerschlossen);
  • OE 13 - Orden und Ehrenzeichen (erschlossen);
  • PB 06 - Politische Parteien, Bewegungen (teilerschlossen);
  • PK 07 - Postkarten (erschlossen);
  • PL 08 - Plakate (erschlossen);
  • RK 09 - Religionsgemeinschaften, Kirchen (erschlossen);
  • RSK 10 - Rhein-Sieg-Kreis (teilerschlossen);
  • VI 11 - Vereine, Interessengruppen (teilschlossen);
  • WI 12 - Wirtschaft (teilerschlossen);
  • ZE 14 - Zeitungssammlung, Periodika (nicht erschlossen);

 

 

Kurzgeschichte Meckenheims

Der Ort Meckenheim wurde im Jahre 853 erstmalig urkundlich erwähnt. Grabungen seit dem 19. Jahrhundert belegen allerdings neben früheren römischen Landwirtschaftsbetrieben (villae) spätantike fränkische Besiedelungen, die sich zumindest bis ins 6. Jahrhundert datieren lassen. Zeitweise verfügten die Ezzonen über bedeutenden Grundbesitz in Meckenheim, der im Erbgang der polnischen Königin Richeza an das Erzbistum Köln fiel. Seit dem 11. Jahrhundert teilten sich zwei Grundherrschaften - St. Cassiusstift Bonn und das Stift St. Maria ad gradus Köln - die Lehenshoheit. Sie setzten die örtlichen Vögte und Schöffen ein und erließen die geltenden Weistümer. Die zeitweise ansäßigen Junker von Meckenheim, die auf der im März 1945 untergegangenen Burg residierten, waren selbst abhängige Lehensnehmer, die das Schöffenamt des Kölner Mariagradus-Stiftes ausübten. Die Erteilung der Stadtrechte im Jahre...

Der Ort Meckenheim wurde im Jahre 853 erstmalig urkundlich erwähnt. Grabungen seit dem 19. Jahrhundert belegen allerdings neben früheren römischen Landwirtschaftsbetrieben (villae) spätantike fränkische Besiedelungen, die sich zumindest bis ins 6. Jahrhundert datieren lassen. Zeitweise verfügten die Ezzonen über bedeutenden Grundbesitz in Meckenheim, der im Erbgang der polnischen Königin Richeza an das Erzbistum Köln fiel. Seit dem 11. Jahrhundert teilten sich zwei Grundherrschaften - St. Cassiusstift Bonn und das Stift St. Maria ad gradus Köln - die Lehenshoheit. Sie setzten die örtlichen Vögte und Schöffen ein und erließen die geltenden Weistümer. Die zeitweise ansäßigen Junker von Meckenheim, die auf der im März 1945 untergegangenen Burg residierten, waren selbst abhängige Lehensnehmer, die das Schöffenamt des Kölner Mariagradus-Stiftes ausübten. Die Erteilung der Stadtrechte im Jahre 1636 durch den Kölner Erzbischof und Kurfürsten Ferdinand von Bayern verhalf der Gemeinde zu einer gewissen Selbständigkeit gegenüber den beiden Grundherrschaften. Das Kölner Stift entledigte sich seiner Herrschaft in Stadt und Herrlichkeit 1726 durch Verkauf an den kurkölnischen Geheimen Rat Johann Friedrich de Cler. In der Folge übten überwiegend die Freiherrn de Cler bis ins 19. Jahrhundert die Bürgermeistergewalt aus. Mit der Besetzung des Rheinlandes durch französische Truppen verlor Meckenheim im Rahmen der kantonalen Neugliederung die Stadtrechte und ging in der neugeschaffenen Mairie Adendorf (ab 1815 Bürgermeisterei Adendorf) auf. Die nominalen Stadtrechte konnte Meckenheim innerhalb der preußischen Gemeindeordnung 1929 zurückerlangen. Eine erneute Umgliederung 1935 löste den bisherigen Landkreis Rheinbach auf, dem die Bürgermeisterei Adendorf zugehörte. Als Amt Meckenheim mit den Ortschaften Adendorf, Altendorf, Ersdorf, Fritzdorf, Lüftelberg, Meckenheim und Merl wurde es Teil des Landkreises Bonn. Die kommunale Neuordnung 1969 löste den alten Amtsverband auf, der sich seitdem aus Altendorf, Ersdorf, Lüftelberg, Meckenheim und Merl und zusammensetzt, und in die linksrheinische Seite des Rhein-Sieg-Kreises integriert wurde. Mit dem Ausbau als eine von fünf Planstädten in Nordrhein-Westfalen ab 1962 (neben etwa Hochdahl, Neue Stadt Wulfen und Sennestadt) wuchs Meckenheim nichts nur überproportional, sondern ist seitdem auch stadtplanungs- und architekturgeschichtlich ein besonderes Beispiel für die Geistes-, Kultur- und Technikgeschichte der Bundesrepublik.

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Publikationen des Stadtarchivs Meckenheim

  • Sönnert, Ingrid: Der Merler Dom feiert seinen 100. Geburtstag, in: Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises, Siegburg 2001, S. 76-79.
  • Sönnert, Ingrid: Das Meckenheimer Apfelkochbuch. Leckere Rezepte rund um den Meckenheimer Apfel, Meckenheim 2002.
  • Sönnert, Ingrid: „Meckenheim, dich will ich preisen, singen dir die schönsten Weisen…“. Wie Meckenheims Bürger sich 1929 die Stadtrechte zurück erkämpften, in: Familien- und Einkaufsführer Bürgerinformation, Meckenheim 2006, S. 14-16.
  • Sönnert, Ingrid: So ward der Herr von Deckler zum Herrn Baron de Cler. Die Reichsfreiherren von Cler – Eine Meckenheimer Adelsfamilie, in: Familien- und Einkaufsführer Bürgerinformation, Meckenheim 2007, S. 12-15.
  • Sönnert, Ingrid: Der Bau des Meckenheimer Rathauses, in: Familien- und Einkaufsführer Bürgerinformation, Meckenheim 2008, S. 14-17.
  • Sönnert, Ingrid: Die Stadt Meckenheim und die kommunale Neugliederung 1969, Beiträge zur Geschichte der Stadt Meckenheim, Band 1, Meckenheim 2009. Erhältlich im Stadtarchiv; 2 Euro.
  • Sönnert, Ingrid: In Meckenheim hörte man das Posthorn laut erschallen. Die Meckenheimer Post wird 170 Jahre alt, in: Familien- und Einkaufsführer Bürgerinformation, Meckenheim 2009, S. 12-15.
  • Sönnert, Ingrid: Meckenheim feiert 40. Geburtstag, in: Familien- und Einkaufsführer Bürgerinformation, Meckenheim 2010, S. 63-67.
  • Sönnert, Ingrid: Über die Obstanbautradition in Meckenheims großem Garten, in: Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 25, Siegburg 2010, S. 60-66.
  • Sönnert, Ingrid: „Meckenheimb von nun an under die Dorffschafften keineswegs mehr gerechnet wird“. Meckenheim wird Stadt, in: Familien- und Einkaufsführer Bürgerinformation, Meckenheim 2011, S. 61-65.
  • Sönnert, Ingrid: Unser und unsers Ertzstifts Stadt Meckenheimb. Meckenheim bekommt die Stadtrechte verliehen, Beiträge zur Geschichte der Stadt Meckenheim, Band 3, Meckenheim 2011. Erhältlich im Stadtarchiv; 5 Euro.
  • Sönnert, Ingrid: „In einem kühlen Grunde, da geht ein Mühlenrad“. Zur Geschichte der Meckenheimer Mühlen, in: Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 26, Siegburg 2011, S. 58-65.
  • Sönnert, Ingrid: „Stadt aus der Retorte soll Bonn entlasten“. Meckenheim-Merl – eine neue Stadt entsteht, in: Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 27, Siegburg 2012, S. 100-107.
  • Sönnert, Ingrid: 350 Jahre warten auf die Bürgermeisterkette. Amtsinsignien der Stadt Meckenheim, in: Familien- und Einkaufsführer Bürgerinformation, Meckenheim 2012, S. 90-93.
  • Sönnert, Ingrid: Holz – ein unentbehrlicher Naturstoff für Meckenheim. Die Rechte der Meckenheimer am Kottenforst in der Frühen Neuzeit, Kleine Beiträge zur Meckenheimer Geschichte 1, Meckenheim 2012. Den Text finden Sie hier:
  • Sönnert, Ingrid: Bomben über Meckenheim. Zerstörung und Wiederaufbau, Kleine Beiträge zur Meckenheimer Geschichte 2, Meckenheim 2013. Den Text finden Sie hier:
  • Pertz, Dietmar; Sönnert, Ingrid: Ihre Namen werden bleiben! Dokumentation zur Geschichte der Meckenheimer und Rheinbacher Juden und ihrer Friedhöfe, (Zeugnisse jüdischer Kultur im Rhein-Sieg-Kreis, 5), Siegburg 2013. Erhältlich im Stadtarchiv;  22,90 Euro.

Weitere Publikationen über Meckenheim

Folgende Bücher sind gegen eine Schutzgebühr von 2,00 € im Stadtarchiv erhältlich:

  • Stadt Meckenheim (Hrsg.): Die Stadt Meckenheim. Ihre rheinische Geschichte und ihr deutsches Schicksal, Festschrift zur Jubiläumsfeier "1100 Jahre Dorf und Stadt Meckenheim" (854-1954), Meckenheim 1954.
  • Piepers, Wilhelm; Flink, Klaus: Studien und Quellen zur Geschichte der Stadt Meckenheim, hrsg. v. d. Entwicklungsgesellschaft Meckenheim-Merl mbH, Bd. 1, Meckenheim 1977.
  • Piepers, Wilhelm; Penning, Wolf-D.; Doepgen, Heinz; Herzog, Harald; Mildner, Ursula: Studien zur Geschichte und Kunstgeschichte Lüftelbergs, hrsg. v. d. Entwicklungsgesellschaft Meckenheim-Merl mbH, Bd. 3, Meckenheim 1979.
  • Gerlach, Jürgen: Meckenheim-Merl. Planung für eine neue Stadt. Bericht 1962-1982, hrsg. v. d. Entwicklungsgesellschaft Meckenheim-Merl mbH, Bd. 2a, Meckenheim 1983.