Direkt zum Inhalt

Stadtarchiv Greven

Aktuelles und Hintergrundinformationen im Blog des LWL-Archivamtes unter
http://archivamt.hypotheses.org/category/kommunalarchive/stadtarchiv-greven

Wer wir sind

Wir sind ein Dokumentationszentrum der Ortsgeschichte, das von jeder Bürgerin/jedem Bürger genutzt werden kann. Auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Grevener Stadtverwaltung stehen wir zur Verfügung.
 
Was wir machen
Wir sichern die uns anvertrauten Archivalien dauerhaft für die Zukunft.
Wir sichten die Unterlagen der heutigen Verwaltung nach juristisch und historisch wertvollem Material und gliedern dies dem Archiv ein.
Wir sammeln und erschließen Material, das zur Dokumentation der Ortsgeschichte geeignet ist.
Wir sammeln populäre, wissenschaftliche und kommerzielle Darstellungen über unseren Ort und halten Hilfsmittel zum Verständnis unserer Archivalien bereit.
Wir dokumentieren die zeitgeschichtliche Entwicklung in Greven und tragen mit eigenen Veröffentlichungen zum Verständnis der Ortsgeschichte bei.
Wir fördern und unterstützen die Erforschung der Ortsgeschichte durch Dritte.
 
Was wir können
Wir beraten unsere Benutzerinnen und Benutzer, wie sie ihre Forschungen bei uns durchführen können.
Wir machen unsere Archivalien historisch Interessierten zugänglich.
Wir stellen den Benutzerinnen und Benutzern insbesondere im Internet Findmittel zur Verfügung.
Wir erstellen Scans von ausgewählten Archivalien.
Wir verweisen an andere Institutionen, wenn wir keine Antworten auf Ihre Fragen bieten können.
 
Was wir bieten
Archivbesuche und Führungen für Schulklassen jeder Jahrgangsstufe.
Beratung von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern bei historischen Unterrichtsprojekten.
Unterstützung und Begleitung von Referendarinnen und Referendaren bei Lehrproben im Fach Geschichte in den Räumen des Stadtarchivs.
Unterstützung bei der Planung von Unterrichtsstunden mit Archivalien des Stadtarchivs.
Öffentliche Präsentation wissenschaftlicher Arbeitsergebnisse unserer Benutzerinnen und Benutzer.
Themenanregungen und Materialangebote für Geschichtswettbewerbe.
 
Das wollen wir
Wir möchten Beiträge zur historischen Bildungsarbeit leisten.
Wir möchten durch archivpädagogische Maßnahmen historisch Interessierte, vor allem auch Schülerinnen und Schüler, befähigen, selbstständig im Archiv zu forschen.
  
Wenn Sie also
als Schülerin/Schüler eine Facharbeit erstellen müssen,
gerne wissen möchten, wie alt Ihr Haus ist,
etwas über Ihre Vorfahren erfahren wollen,
einen Zeitungsartikel suchen,
eine Festschrift für Ihren Verein erstellen,
als Studentin/Student ein Thema für Ihre Examens-, Bachelor-, Magister- oder Doktorarbeit suchen,
mit Ihren Schülerinnen und Schülern zu historischen Themen arbeiten möchten,
Ihr altes Zeugnis verloren haben,
oder wenn ...
sprechen Sie uns an!

Stadtarchiv Greven

Öffnungszeiten & Kontakt

Ihr Kontakt

Rathausstr. 6
48268 Greven
Deutschland

Telefonnummer
02571-920-358/ oder -458
Fax
02571-920320
Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag
8:30 bis 12:30 Uhr
Donnerstag
14:00 bis17:00 Uhr
Freitags geschlossen

Postfachadresse:
Stadtarchiv Greven
Postfach 1664
D-48255 Greven

Anfahrt
Deutsche Bahn:
Bahnhof Greven an der Bahnstrecke Münster-Rheine, von dort 10 Minuten Fußweg zum Ortskern (das Stadtarchiv befindet sich im Rathaus), seit Beginn des Winterfahrplans am 13.12.2015 fast durchgängig vier Verbindungen pro Stunde.
Bus:
Westfalen Bus-Linie R 51, Münster-Lengerich, Haltestelle: Greven-Rathausplatz, stündliche Verbindung

Auto:
Autobahn A1 (Hansalinie), Abfahrt 76: Greven
Tipp:
Die Regionalbuslinie 51 fährt zwischen dem Hauptbahnhof Münster und dem Rathausplatz Greven direkt am Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Haltestelle Hörsterplatz) und dem Stadtarchiv Münster (Haltestelle Holtmannsweg) vorbei und bietet sich an, wenn vor oder nach einem Besuch des Stadtarchivs Greven weitere, Greven betreffende Archivalien in diesen beiden Archiven eingesehen werden sollen.
Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte der Ortskarte.
Unsere Bestände

Das können Sie bei uns
in etwa 10.000 bisher verzeichneten Archivalien ab 1803 recherchieren.
in über 3.000 Büchern und Festschriften zu lokalhistorischen, regionalen und überregionalen Themen schmökern.
über 100 Stunden Videoaufnahmen zu Grevener Themen sehen.
in bisher rund 11.000 verzeichneten Fotos, Negativen und Dias stöbern.
in ca. 134.000 Dateneinträgen von Zeitungen suchen.
auf über 150 Deposita, Sammlungen und Schenkungen zurückgreifen.
Karten und Pläne ab 1828 einsehen.

Digitalisate

Das Stadtarchiv Greven hat an dem von Anfang 2013 bis Anfang 2015 laufenden Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur "Digitalisierung archivalischer Amtsbücher und vergleichbarer serieller Quellen" teilgenommen, an dem 32 westfälische Archive unter Federführung des LWL-Archivamtes beteiligt waren. [Stand: 11.2.2015:]
Das Stadtarchiv Greven hat insgesamt 22 Amtsbücher digitalisieren lassen.
Es sind dies: 

Aus dem Bestand A

  • 16 Protokollbücher Nr. 336, 337, 344-354, 356-358 (zu finden in Klassifikationsgruppe "II e Protokollbücher")
  • und ein Brandsozietätskataster aus dem Jahr 1790, Nr. 1632, das neben den Kirchspielen Greven und Gimbte auch die benachbarten Kirchspiele Hembergen, Nordwalde, Altenberge und Nienberge beinhaltet  

Aus dem Bestand B

  • 5 Protokollbücher, Nr. 3091-3095 (zu finden in Klassifikationsgruppe "0-22 Oberste Gemeindeorgane")

Ansprechpartnerinnen

Anna Lindenblatt (Leitung)

Tel.: 02571/920358

 

Lena Böing

Tel.: 02571/920458

Archivgeschichte

Die ältesten Akten des Stadtarchivs Greven stammen zwar aus fürstbischöflicher Zeit (17./18. Jahrhundert), aber die Überlieferung der Grevener Angelegenheiten im Stadtarchiv beginnt systematisch erst mit der ersten preußischen Besitznahme ab 1802/03 und der daraus resultierenden Entwicklung der Amtsverwaltung Greven, der Vorläuferin der heutigen Stadtverwaltung. Für den Anfang des Archivwesens in Greven steht eine um 1800 erstellte Liste, die 28 zwischen 1763 und 1795 ausgefertigte und das Dorf Greven betreffende Schriftstücke aufführt. Ende des 19. Jahrhunderts rügte der Landrat die Grevener Aktenverwaltung als völlig unzureichend, so dass 1897 ein neuer Registraturplan erstellt wurde und sich die Gemeindevertreter von Greven-Dorf 1898 entschlossen, ein Archiv einzurichten, was am 16. August 1898 vom Landrat genehmigt wurde.
 
Die erste Aktenschicht bis zur Einführung der preußischen Büroreform 1932 wurde 1938 erstmals durch Joseph Prinz geordnet und in einem Findbuch erschlossen. Die Verzeichnung der Akten wurde dann erst wieder 1961 durch den ehemaligen Lehrer Karl Schwartze fortgeführt. Er fand die ab 1932 entstandenen Akten in einem desolaten Zustand vor und begann diese, nach Rücksprache mit dem Landesamt für Archivpflege, nach dem Musteraktenplan von 1951 zu ordnen. Diese Findlisten, geordnet nach Aktenzeichengruppen von 0 bis 9, sind für den noch nicht EDV-erfassten Teil der Akten noch heute Grundlage für die Aushebung von Archivalien. Die Verzeichnungsarbeiten daran wurden im Januar 1975 abgeschlossen. Von Schwartze wurde auch der Altaktenbestand vor 1932 (heute Bestand A) aus dem Progymnasium ins (alte) Rathaus zurückgeholt. 1973 wurde im neuen, heutigen Rathaus ein Kellerraum als Archiv eingerichtet. Im März 1976 löste der ehemalige Standesbeamte Heinrich Schmücker als ehrenamtlichen Archivar Karl Schwartze  ab. Sein besonderes Augenmerk galt dem Aufbau einer Fotosammlung.
 
Hauptamtlich betreut wird das Stadtarchiv Greven seit November 1985. Diese Aufgabe wurde zunächst allein Angelika Haves übertragen, die seitdem im Stadtarchiv tätig ist. Eine Analyse der Archivsituation im Dezember 1986 von A. Haves und dem Historiker Christoph Spieker schuf die Grundlage für den Wandel des Archivs von einer nur im Ausnahmefall von verwaltungsfremden Personen zu nutzenden Institution zu einem modernen Dienstleistungszentrum für Bürgerinnen und Bürger, Rat und Verwaltung. Als Konsequenz konnte das Stadtarchiv im November 1989 in neue, speziell für die Anforderungen an ein modernes Archiv eingerichtete erweiterte Räume umziehen. Sowohl die Lagerungsbedingungen der Archivalien als auch die Bedingungen für die Archivverwaltung und die Recherchearbeiten der Benutzerinnen und Benutzer sind damit stark verbessert worden. Seit Dezember 1989 war mit Christoph Spieker zudem ein weiterer Archivar im Stadtarchiv tätig. Für die nun beginnende EDV-Verzeichnung der Archivalien wurden für die Dauer von vier Jahren zwei Verwaltungsmitarbeiter beschäftigt. 1995 konnte ein weiterer Registraturraum mit einer Rollregalanlage ausgestattet werden, womit eine Magazinerweiterung für das Stadtarchiv verbunden war. Im August 1999 übernahm der Historiker Dr. Stefan Schröder die Stelle von Christoph Spieker, die er von 2002 bis Februar 2017 als Archivleiter ausübte. In der Zeit erschienen regelmäßig die Grevener Geschichtsblätter mit aktuellen Forschungsaufsätze zur Stadtgeschichte und das pädagogische Programm für Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen wurde weiterentwickelt. Die Internetpräsenz des Stadtarchivs lag Herrn Dr. Schröder besonders am Herzen, so dass das Stadtarchiv heute in allen gängigen Portalen zu finden ist. Im April 2017 trat die Historikerin Anna Lindenblatt die Nachfolge von Dr. Schröder an.
 
Regelmäßige Übernahme von Schriftgut aus der Stadtverwaltung, Einwerbung von Deposita und Sammlungsgut, bestandserhaltende Maßnahmen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten, Erschließung neuer Zugänge per Augias-Archivsoftware, retrospektive EDV-Erschließung unverzeichneter Bestände, archivdidaktische Veranstaltungen, Betreuung von Archivbenutzerinnen und -benutzern sowie die Vermittlung von lokal- und regionalgeschichtlichen Kenntnissen mittels archivischer Öffentlichkeitsarbeit in ihrer gesamten Bandbreite kennzeichnen heute die Arbeit des Stadtarchivs Greven. Die Frage nach einer digitalen Langzeitarchivierung gehört ebenso zu den aktuellen Aufgaben, die das Stadtarchiv in der Zukunft bewältigen muss.

Neuigkeiten

Online-Ausstellung: "Ein unglaublicher Frühling" - Kriegsende in Greven 1945

Vielschichtige Online-Ausstellung über das Kriegsende in Greven

Das Stadtarchiv und der Heimatverein Greven haben gemeinsam eine multimediale Online-Ausstellung über das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 76 Jahren zusammengestellt. Die Ausstellung „Ein unglaublicher Frühling – Kriegsende in Greven 1945“ ist ab sofort im Netz zu finden.

Die Idee zu dieser Kooperation hatten Heimatverein und Stadtarchiv schon 2019. Eigentlich war die Ausstellung für 2020 geplant, pünktlich zum 75. Jahrestag des Kriegsendes, als Präsenzveranstaltung im Rathausfoyer. „Doch dann kam uns Corona dazwischen“, sagt Anna Lindenblatt, Leiterin des Stadtarchivs. Sie hat die Schau gemeinsam mit Herbert Runde, Thomas Knaup, Theo Tillmann vom Heimatverein und Lena Böing vom Stadtarchiv konzipiert. „Wir mussten uns für die schon fast fertig vorbereitete Ausstellung dann eine andere Form der Präsentation überlegen. Glücklicherweise bietet die Deutsche Digitale Bibliothek ein spezielles Werkzeug für Online-Ausstellungen an, das wir nutzen konnten“, so Lindenblatt. Auch die Abstimmung und die gemeinsame Feinarbeit bis zur endgültigen „Ausstellungseröffnung“ im Netz lief überwiegend digital, die Mitglieder der Arbeitsgruppe tauschten sich regelmäßig per Videokonferenz-App miteinander aus. Herausgekommen ist eine vielschichtige Ausstellung über die Zeit des unmittelbaren Kriegsendes in Greven.

Präsentiert werden viele zeitgenössische Fotografien und Dokumente, aber auch Interviews mit örtlichen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sind zu hören. Erstmalig werden in der Ausstellung Luftbilder aus der National Collection of Aerial Photography in Edinburgh gezeigt, die sich am Bildschirm vergrößern lassen. Auch das Imperial War Museum in London und Library and Archives Canada in Ottawa haben Fotografien beigesteuert. „Ich glaube, es ist uns eine sehr facettenreiche Präsentation gelungen, die mit den Hörstationen und der Vergrößerungsfunktion für die Luftbilder sogar einige Möglichkeiten bietet, die wir in einer Präsenzausstellung im Rathaus nicht gehabt hätten“, so ein zufriedener Herbert Runde zum Ausstellungsstart. Die Schau „Ein unglaublicher Frühling – Kriegsende in Greven 1945“ ist im Netz unter dem Link https://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/kriegsende-in-greven-1945/ zu finden. Und wenn die Infektionszahlen es irgendwann wieder zulassen, soll es auch ein lange geplantes Archivgespräch zum Thema „Kriegsende in Greven“ geben – dann aber als echte Präsenzveranstaltung im Rathaus.

Das Stadtarchiv hat wieder geöffnet!

Guten Tag,

nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung NRW vom 22. Mai 2021 ist ein Besuch im Stadtarchiv mit Auflagen möglich.

Bitte vereinbaren Sie einen Termin (02571/920 358, -458, archiv@stadt-greven.de), der mindestens am vorherigen Tag bis 15 Uhr vereinbart sein muss. Bitte geben Sie bei der Terminvereinbarung an, welche Archivalien Sie einsehen wollen. Das Team des Stadtarchivs möchte Ihren Besuch so vorbereiten, dass Ihr Besuch möglichst kontaktfrei ablaufen kann.

Tragen Sie bitte während Ihres Besuchs Ihre medizinische Maske. Über den Empfang am Haupteinganges des Rathauses können Sie am vereinbarten Termin in den Besucherraum des Archivs eintreten und Ihren Recherchen wieder selbst nachgehen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihr Stadtarchiv-Team