Besondere Veranstaltungen, Gedenkfeiern oder Ereignisse haben dazu beigetragen, wie wir heute an das Vergangene erinnern.
Die Veranstaltungsreihe "Juden in Lemgo - Vergessene Bürger?" vom 23.02.-11.04.1986 gedachte der vertriebenen und ermordeten Juden Lemgos. Im selben Jahr erschien das Buch "Überleben - Der Leidensweg der jüdischen Familie Frenkel aus Lemgo" von der Lemgoer Holocaust-Überlebenden und späteren Ehrenbürgerin Karla Raveh, geb. Frenkel. Beides beeinflusste die Erinnerungskultur in Lemgo nachhaltig.
1988 wurde das Frenkelhaus als städtische Dokumentations- und Gedenkstätte in Karla Ravehs Elternhaus (Echternstraße 70) eingerichtet.
Wichtige Gedenkfeiern, die zur Entwicklung der jährlichen Gedenkstunde am 09. November geführt haben:
09.11.1978 (40 Jahre): Gedenkgottesdienst in den Kirchen und Kranzniederlage auf dem Gelände der ehemaligen Synagoge.
09.11.1985: Inoffizielle Gedenkstunde zur Reichskristallnacht, mit anschließender Mahnwache, organisiert durch Anneliese Luncke aus Kirchheide.
09.11.1988: Erstmals Gedenkmarsch zum Synagogenmahnmal.
Im jährlichen Wechsel werden zudem zwei, nach Adolf Sternheim benannte, Preise in Lemgo für ehrenamtliches Engagement verliehen: die Adolf-Sternheim-Ehrennadel (seit 1998, für Personen) und die Adolf-Sternheim-Auszeichnung (seit 2010, für Gruppen und Organisationen).