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Stadtarchiv Lemgo

Stadtarchiv Lemgo - Gedächtnis der Stadt aus über 800 Jahren
 
Das Stadtarchiv verwahrt und erschließt Unterlagen (Urkunden, Amtsbücher, Akten, Fotos, Karten, Pläne, Nachlässe, Video- und Tonaufnahmen), die bei der Stadt Lemgo und ihren eingemeindeten Ortsteilen Brake, Brüntorf, Entrup, Kirchheide, Leese, Lieme, Lüerdissen, Matorf, Voßheide, Wahmbeck, Welstorf, Wiembeck, Hörstmar und Trophagen entstanden sind. Dabei reicht die Überlieferung teilweise zurück bis ins 13. Jahrhundert.
 
Darüber hinaus übernimmt das Stadtarchiv fortlaufend aktuelle Unterlagen aus der Stadtverwaltung Lemgo, denen ein dauerhafter Wert zukommt und die für die historische, heimatkundliche und genealogische Forschung bedeutsam sind. Damit übt das Stadtarchiv eine wichtige Gedächtnisfunktion für  Lemgo aus und bietet den Bürgerinnen und Bürgern Hilfestellung bei unterschiedlichsten Fragen zur Stadt,- Familien- und Hausgeschichte.
 
Die vorläufige Online-Beständeübersicht mit den aktuell vorhandenen Online-Findbüchern finden Sie links unter dem Menüpunkt "Bestände/Übersicht". Die Online-Findbücher werden laufend ergänzt.

Internetseite des Stadtarchivs (weitergehende Informationen und aktuelle Ankündigungen)
 
Archivblog der öffentlichen Archive im Kreis Lippe mit Informationen zur Geschichte, Archivbeständen, Veröffentlichungen usw.

Stadtarchiv Lemgo

Öffnungszeiten & Kontakt

Ihr Kontakt

Rampendal 20a
32657 Lemgo
Deutschland

Telefonnummer
05261-213413
Öffnungszeiten
Donnerstag
08:30 bis 12:30 Uhr 13:30 bis 17:00 Uhr
Freitag
08:30 bis 13:00 Uhr
Montag bis Mittwoch nach Vereinbarung
Neuigkeiten

Archivale des Monats September

Nach der Währungsreform 1948 wurde der Neu- und Ausbau von Wohnungen durch staatliche und kommunale Kredite gefördert. So hoffte man, endlich Abhilfe bei der allgemeinen Wohnungsnot schaffen zu können. In Lemgo wurden Baugrundstücke bereitgestellt und erschlossen. Der Siedlungsbau war ein vorherrschendes Thema. Neben dem Stadtkern entstanden in Lemgo zahlreiche Kleinsiedlungen mit typisierten Siedlungshäusern, die die zukünftigen Eigentümer oft in Eigenleistung errichteten.

Deportation und Schicksal der Russlanddeutschen

Die Auswirkungen des zweiten Weltkriegs lösten einen juristisch kausalen Aussiedlungsprozess der ethnischen Deutschen aus der Sowjetunion und der Angehörigen dieser transnationalen Minderheit aus den postsowjetischen Staaten in die Bundesrepublik aus. Russlanddeutsche Spätaussiedler sind heute eine der größten Migrantengruppen in Deutschland. Dennoch ist in der Mehrheitsbevölkerung das Wissen über sie sehr begrenzt. Wer sind sie? Welche Erfahrungen haben sie in der Sowjetunion gemacht?

Wanderausstellung „geflohen – vertrieben – angekommen?!“ vom Volksbund...

Im 20. Jahrhundert führten zwei Weltkriege und viele regionale bewaffnete Konflikte zu einem enormen Anstieg an Migration. Auch heute sind weltweit Menschen aus unterschiedlichsten Gründen auf der Flucht. Oft verlassen sie Ihre Heimat aus eigenem Entschluss, beispielsweise auf der Suche nach Arbeit. Häufiger ist aber die Bedrohung durch Gewalt, krieg oder politische Repression der Anlass.

Archivale des Monats August

Die finanzielle Lage der meisten Flüchtlinge und Vertriebenen war, zumindest in der ersten Zeit nach der Ankunft in Lippe, besorgniserregend. Es bedurfte sofortiger Hilfemaßnahmen durch die örtlichen Verwaltungen. Diese Archivale des Monats aus dem Jahr 1949 zeigt eine Übersicht über die Zuteilung von Bedarfsgütern für "Ostflüchtlinge" in der Gemeinde Leese.

Archivale des Monats Juli

Im Mai 1953 wurde das Bundesvertriebenengesetz (BVFG) verabschiedet, das umfassende und einheitliche rechtliche Rahmenbedingungen für die Eingliederung und Entschädigung der (Heimat-)vertriebenen und Flüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten und der Sowjetzonenflüchtlinge schuf. Vorher war dies Ländersache, und eine ungleiche Behandlung die Folge gewesen.

Unsere Bestände

Verfügbar sind fast 2000 Urkunden aus Mittelalter und Früher Neuzeit, Rats- und Gerichtsprotokolle, Kämmereirechnungen, Steuerregister, Zunftbücher, Testamente, Kriminalprozesse usw. Für die Neuzeit erweitert sich das Angebot auf die gesamte Bandbreite städtischen Handelns von der beginnenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert, über Kaiserreich, Erster Weltkrieg, Weimarer Republik und NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg bis zur Nachkriegszeit und den raschen gesellschaftlichen Veränderungen in den 60er und 70er Jahren. 
 
Das Stadtarchiv verwahrt auch Fotos (Abzüge, Negative, Dias) zu Gebäuden, Ereignissen und Personen. Hinzu kommt eine umfangreiche Karten- und Plansammlung. Vorhanden sind auch Ton- und Filmaufnahmen sowie Plakate.
 
Neben der amtlichen Überlieferung gibt es auch Nachlässe von Personen, Parteien und Verbänden, die jedoch nach unterschiedlichen Kriterien genutzt werden können. Auskünfte dazu erteilt das Stadtarchiv.
 
Nichtstädtisch ist auch die alte Gymnasialbibliothek mit rund 670 Bänden aus dem 13. bis 19. Jahrhundert. Die Hand- und Druckschriften stammen noch aus den während der Reformation aufgelösten Lemgoer Klöstern. Thematische Schwerpunkte sind Theologie, Jura, Geographie und Naturwissenschaften.
 
Insgesamt ergibt sich so eine Strecke von über 800 Metern, wenn man das gesamte Archivgut aneinander reihen würde. Und die Strecke wird jedes Jahr länger…

Zu den Beständen und Findmitteln...