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Archivale des Monats August 2022

Freitag, 5. August 2022 - 12:05

Instandsetzung und Erweiterung der katholischen Knabenschule 1822.

Die Schulpflicht wurde in Preußen 1825 eingeführt. Das Schulgeld für den Schulunterricht musste direkt an die Lehrer gezahlt werden. Goch hatte zu diesem Zeitpunkt vier Schulen, in denen Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren unterrichtet wurden.

Das Archivale des Monats aus dem Stadtarchiv Goch ist ein Auszug aus einer städtischen Akte über das öffentliche Bauwesen: Der Landrat zu Kleve genehmigt die Finanzierung der Instandsetzung und Erweiterung der katholischen Knabenschule in Goch im Jahr 1822.

Die Schulen waren reine Konfessionsschulen. In Goch gab es katholische, lutherische oder reformierte und jüdische Schulen mit 448 schulfähigen Kindern. Weitere 18 Kinder kamen aus Pfalzdorf zum Unterricht in die Gocher Schulen. 1840 unterrichteten in den katholischen Schulen in Goch vier Lehrer insgesamt fast 700 Schulkinder.

In den Dorfschulen gab es meistens nur einen Klassenraum und einen Lehrer. In Asperden unterrichtete der Lehrer in der Volksschule 170 Kinder in Lesen, Schreiben, Rechnen, Singen, Vaterländischer Geschichte und Erdbeschreibung. Alle Schuljahrgänge saßen in einem Klassenraum. Die Prügelstrafe war dabei in den Schulklassen alltäglich. Das Fernbleiben vom Unterricht wurde rigoros bestraft: So mussten zwei Schulschwänzer aus Kessel für einige Stunden in des Steintor-Gefängnis.

Quelle: StAG B 489

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