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Orts- und Heimatforschung

Die Erforschung der Geschichte des eigenen Wohnortes und der eigenen Heimat wird oft von historisch interessierten Laien betrieben. Orts- und Heimtageschichte leisten einen wertvollen Beitrag zum Aufbau einer lokalen Identität. Gleichzeitig bietet sie eine sinnvolle Ergänzung zur regionalen, nationalen und manchmal sogar übernationalen Geschichtsforschung, indem sie durch detailreiche Erkenntnisse Bezüge herstellt und möglicherweise Annahmen verifizieren kann. ...

Die Erforschung der Geschichte des eigenen Wohnortes und der eigenen Heimat wird oft von historisch interessierten Laien betrieben. Orts- und Heimtageschichte leisten einen wertvollen Beitrag zum Aufbau einer lokalen Identität. Gleichzeitig bietet sie eine sinnvolle Ergänzung zur regionalen, nationalen und manchmal sogar übernationalen Geschichtsforschung, indem sie durch detailreiche Erkenntnisse Bezüge herstellt und möglicherweise Annahmen verifizieren kann.

Das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen ist eine wichtige Anlaufstelle für die Orts- und Heimatforschung. Mit den Unterlagen aus den unteren staatlichen Verwaltungsbehörden des Landes Nordrhein-Westfalen verwahrt das Landesarchiv vielfältige Quellen mit ortsgeschichtlichem Bezug. Darüber hinaus verfügt es für die ehemaligen geistlichen und weltlichen Territorien auf dem Gebiet des heutigen Landes Nordrhein-Westfalen über eine reichhaltige und dichte Überlieferung von der unteren herrschaftlichen und gerichtlichen Ebene bis zur Spitze der landesherrlichen Verwaltung. Diese Überlieferung geht bis ins Mittelalter zurück. In den Archivbibliotheken der Regionalabteilungen finden Heimatforscher eine reiche Auswahl orts- und regionalgeschichtlicher Fachliteratur.

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Ersterwähnung von Orten

Die Ersterwähnung von Orten ist oft eine Grundlage für ein Gemeinde- oder Stadtjubiläum. Hier bietet Abteilung Westfalen eine umfangreiche Liste: https://www.archive.nrw.de/landesarchiv-nrw/abteilung-westfalen-muenster/weiterfuehrende-informationen

 

Eine zentrale Quelle für die Orts- und Heimatforschung: die lippischen Salbücher

Die lippischen Salbücher des 16. bis 19. Jahrhunderts gehören zu den meistbenutzten Quellen des Landesarchivs NRW Abteilung OWL in Detmold. Wer in Lippe die Geschichte eines Dorfes, eines Hofes oder einer Familie erforscht, wird diese Salbücher konsultieren, denn zu jedem grundsteuerpflichtigen Anwesen, vom stattlichen Vollspännergut bis zur bescheidenen Straßenkötterstätte, sind hierin Informationen enthalten.

Die Salbücher werden als Bestand L 101 C I Lippische Salbücher und Katasterbücher verwahrt, der im Jahr 2000 durch Roland Linde neu verzeichnet wurde. Das Findbuch des Bestandes ist hier einzusehen.

Für die Benutzung im Internet stehen nun auch die umfangreiche historisch-quellenkundliche Einführung in den Bestand und der sehr hilfreiche Anhang (mit Register der Ortsnamen, Register der Personennamen, Literaturverzeichnis, Hinweise auf ergänzende Quellen, Währungen, Maße, Worterklärungen sowie der Konkordanztabelle alter und neuer Signaturen) bereit, die bislang nur als Teil des gedruckten Findbuchs vorlagen.