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Geschichte im Schaufenster

An dieser Stelle veröffentlicht das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen besondere Highlights aus seinen umfangreichen Beständen. Im Fokus stehen Stücke, die Aufschluss geben sollen über die Geschichte in Daten, Zahlen und Fakten, aber auch über das ganz alltägliche Leben der vergangenen Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte im Rheinland, in Westfalen und in Ostwestfalen-Lippe. Alle präsentierten Archivalien werden erklärt und in den Kontext ihrer Zeit eingeordnet. Die Stücke kommen aus allen drei Regionalabteilungen.

Kontrolle durch Befestigung (Archivale des Monats von LAVNRW W)

Nach seiner Wahl zum Fürstbischof von Münster 1650 geriet Christoph Bernhard von Galen (auch bekannt als „Bomben-Bernd“) rasch in einen Konflikt mit seiner Residenzstadt, die infolge ihrer Rolle als Verhandlungsort des Westfälischen Friedens nach mehr Autonomie mit dem Ziel der Reichsfreiheit strebt...

Nach seiner Wahl zum Fürstbischof von Münster 1650 geriet Christoph Bernhard von Galen (auch bekannt als „Bomben-Bernd“) rasch in einen Konflikt mit seiner Residenzstadt, die infolge ihrer Rolle als Verhandlungsort des Westfälischen Friedens nach mehr Autonomie mit dem Ziel der Reichsfreiheit strebte. Der resultierende Machtkampf eskalierte und gipfelte in zwei Belagerungen, die 1661 zur Kapitulation der Stadt führten. Zur militärischen Herrschaftsabsicherung ließ Galen die westliche Stadtmauer niedergelegen und eine mit eigener Garnison besetzte Zitadelle mit freiem Schussfeld auf die Stadt errichten.

Im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) war die Zitadelle jedoch von so geringem Verteidigungswert, dass man sie schleifte und ab 1767 an ihrer Stelle das neue Residenzschloss für den Fürstbischof erbaute.

Noch kurzlebiger war im übrigen die Zitadelle, die Galen ab 1655 als weitere Residenz im Norden Coesfelds erbauen ließ: diese nach dem ersten Bischof von Münster benannte Ludgerus-Burg verfiel nach Galens Tod 1678 aufgrund des Desinteresses seiner Nachfolger und wurde schon 1688 wieder abgerissen.

LAVNRW W, W 051/Kartensammlung A, Nr. 1214.

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Geschichte im Schaufenster – Dezember 2025: Missale der klevischen Hofkapelle

Passend zu den Feiertagen gibt die Abteilung Rheinland in diesem Monat einen kleinen Einblick in einen sehr schönen Bestand. In "AA 0640 Handschriften" ist ein Sammelsurium verschiedenster Archivalien...

Passend zu den Feiertagen gibt die Abteilung Rheinland in diesem Monat einen kleinen Einblick in einen sehr schönen Bestand. In "AA 0640 Handschriften" ist ein Sammelsurium verschiedenster Archivalien zu finden: Handschriftenfragmente, Gerichtsordnungen, Aufschwörungen, Lebensbeschreibungen …

Bei dem hier gezeigten Buch handelt es sich um ein Missale, also ein Messbuch, das Gebetstexte und Anweisungen für die Messfeier beinhaltet. Besonders fallen die schönen Verzierungen auf. Ein Blick in das Digitalisat lohnt sich daher, denn dort sind noch viel mehr solcher Bilder zu finden.

LAV NRW R, AA 0640, Handschriften Nr. G III 3

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