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Mittwoch, 3. Februar 2021 - 09:28
Bäuerliches Wohnen

Bäuerliches Wohnen

Bauer war auch und gerade in der Vormoder­ne nicht gleich Bauer. Je nach Größe und Ausstattung der Höfe gab es mehr oder weni­ger ausgeprägte Schichten, die in den Steuer­listen unter regional variierenden Bezeichnun­gen aufscheinen, im Münsterland um 1700 etwa als Vollerben, Halberben, Pferdekötter, Kötter, Brinksitzer und Backhäuser.

Entsprechend heterogen gestalteten sich die Wohnverhältnisse, von denen heute diverse Freilichtmuseen authentische Eindrücke ver­mitteln. Der Grundriss eines eher bescheide­nen Bauernhauses wurde um 1750 angefertigt, die Zeichnung der Hofstätte des Schulten Bölling bei Nottuln entstand 1662 im Zuge ei­nes Nachbarschaftsstreites um einen Graben und zeigt u.a. einen dreistöckigen steinernen Speicher, der heute noch auf dem jetzigen Hof Schulze Hauling erhalten ist.

LAV NRW W, W 051/Kartensammlung A, Nr. 7965 und B 215/Kloster St. Aegidii, Münster - Akten, Nr. 134d.