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Montag, 1. März 2021 - 14:36

Dörfer mit und Dörfer ohne Bauern

Bäuerliche Wohnstätten verteilten sich in der Vormoderne auf zwei verschiedene Arten über Westfalen: Während im Münsterland und Sauerland die Höfe weit über das Land verstreut lagen, siedelten in Ostwestfalen und am Hellweg die Bauern mit ihren Wohn- und Wirtschaftsgebäuden überwiegend in den Dörfern und hatten deshalb meist längere Wege zu ihren Feldern.

Umgekehrt waren die Dörfer in den Streusiedlungsgebieten oft kleiner, da sich nur die Häuser von Handwerkern, Händlern und anderen Gewerbetreibenden um die Kirchspielskirche scharten. Ein solches Bild bot etwa Südlohn, als es 1597 zur Planung einer Befestigungsanlage kartiert wurde. Um das Dorf liegen Gärten und kleine Felder der Einwohner, die indessen dort genauso wirtschaften wie die Bauern auf ihren Ländereien.

LAV NRW W, W 051/Kartensammlung A, Nr. 1817.

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