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Montag, 4. Januar 2021 - 10:55
Ländliche Kollektive vor dem Sozialismus

Ländliche Kollektive vor dem Sozialismus

Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde die bäuerliche Existenz von Eigenheiten und Merkmalen geprägt, die kaum Ähnlichkeiten mit heutigen Rahmenbedingungen aufweisen. Von regionalen Unterschieden abgesehen, waren westfälische Bauern als Eigenbehörige eines Grundherrn persönlich unfrei, als solche zu vielerlei Abgaben und Diensten verpflichtet und zudem meist nicht Eigentümer des von ihnen bewirtschafteten Landes.

Eine wichtige Rolle in der landwirtschaftlichen Produktion spielten die Allmenden und Marken, also jene Weide-, Wald-, Heide- oder Moorflächen, die in genossenschaftlichem Eigentum der Dorfgemeinschaft standen und von den Berechtigten zur Viehmast und Gewinnung von Futter, Früchten, Holz und Düngestoffen genutzt wurden. In Zeiten finanzieller Not kam es zum Verkauf von Markenanteilen in den Privatbesitz – wie 1669 in Mussum bei Bocholt zur Begleichung kriegsbedingter Schulden. Die aus diesem Anlass angefertigte Skizze bietet bei genauerer Betrachtung zudem Einblicke in den bäuerlichen Alltag.

LAV NRW W, W 051/Kartensammlung A, Nr. 1455.

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