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Die Bestände der Abteilung Westfalen

Die Abteilung Westfalen des Landesarchiv NRW verwahrt rund 100.000 Pergamenturkunden, ca. 30 Regalkilometer Akten, Amtsbücher und Handschriften sowie ca. 80.000 Karten und Pläne, Plakate, Aufschwörungstafeln, Fotografien und elektronisches Archivgut...

Die Abteilung Westfalen des Landesarchiv NRW verwahrt rund 100.000 Pergamenturkunden, ca. 30 Regalkilometer Akten, Amtsbücher und Handschriften sowie ca. 80.000 Karten und Pläne, Plakate, Aufschwörungstafeln, Fotografien und elektronisches Archivgut.

Zu den ältesten und wertvollsten Quellen gehören ein Fragment aus dem Werk des Isidor von Sevilla aus dem 7. Jahrhundert, eine Ostertafel aus Corvey aus dem 7. bis 12. Jahrhundert, eine Papyrusurkunde aus der päpstlichen Kanzlei von 891, eine Purpururkunde Kaiser Konrads III. von 1151 sowie die um 950 entstandene Handschrift der „Lex Saxonum“ mit der Aufzeichnung sächsischen Volksrechtes.

Die Archivbestände sind, wie folgt, gegliedert.

  1. Territorien des alten Reiches bis 1802/03
  2. Behörden der Übergangszeit von 1802 bis 1816
  3. Behörden und Einrichtungen des Staates und der Selbstverwaltung nach 1816
  4. Nichtstaatliches Archivgut

Zudem verfügt die Abteilung Westfalen noch über eine umfangreiche Präsenzbibliothek.

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1. Territorien des alten Reichs bis 1802/03

Der ältere Teil der Bestände umfasst die Archivalien der ehemaligen Reichsstände aus der Zeit vor 1803/1806 aus dem Gebiet der späteren preußischen Provinz Westfalen, jedoch mit Ausnahme der Reichsstadt Dortmund und einiger zumeist kleinerer westfälischer Grafschaften und Herrschaften sowie der meisten jener kurzlebigen Entschädigungslande, die 1803 im Zusammenhang mit dem Reichsdeputationshauptschluss entstanden war...

Der ältere Teil der Bestände umfasst die Archivalien der ehemaligen Reichsstände aus der Zeit vor 1803/1806 aus dem Gebiet der späteren preußischen Provinz Westfalen, jedoch mit Ausnahme der Reichsstadt Dortmund und einiger zumeist kleinerer westfälischer Grafschaften und Herrschaften sowie der meisten jener kurzlebigen Entschädigungslande, die 1803 im Zusammenhang mit dem Reichsdeputationshauptschluss entstanden waren.

Von besonderer Bedeutung sind die umfänglichen Archive der geistlichen Territorien Fürstbistum Münster und Fürstbistum Paderborn, des kurkölnischen Herzogtums Westfalen und des Vests Recklinghausen, des Fürstentums Siegen sowie der preußischen Besitzungen Fürstentum Minden, Grafschaft Ravensberg, Grafschaft Mark und Grafschaft Tecklenburg. Hinzu kommen die Urkunden und Akten zahlreicher aufgelöster westfälischer Stifte und Klöster. Besonders hervorzuheben ist dabei der wertvolle Urkunden- und Aktenbestand des Klosters Corvey.

Seit 1924 befinden sich in unserem Archiv außerdem rund 6.500 Westfalen betreffende Prozessakten des Reichskammergerichts (und einige wenige des Reichshofrates) aus der Zeit vom Beginn des 16. Jahrhunderts bis 1806.

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2. Behörden der Übergangszeit von 1802 bis 1816

Die Gruppe „Behörden der Übergangszeit“ von 1802 bis 1816 umfasst die Überlieferung wechselnder, oft recht kurzlebiger Behörden während der napoleonischen Epoche, darunter das Westfalen betreffende Schriftgut des Kaiserreichs Frankreich, des Königreichs Westphalen und des Großherzogtums Berg.

3. Behörden und Einrichtungen des Staates und der Selbstverwaltung nach 1816

Den weitaus größten Teil der Bestände nimmt freilich mit über zwei Dritteln Umfang die Überlieferung staatlicher Behörden und Einrichtungen nach 1816 ein, darunter die Akten der inneren Verwaltung (Oberpräsidium der Provinz Westfalen, Regierungen in Arnsberg und Münster sowie die landrätlichen Kreise bis zu deren Kommunalisierung im Jahre 1946), der Finanz-, der Wirtschafts-, der Verkehrs-, der Kultus- und der Justizverwaltung.

4. Nichtstaatliches Schriftgut / Archivische Sammlungen

Neben der staatlichen Überlieferung wird auch nichtstaatliches Archivgut – zumeist als Depositum -– verwahrt, und zwar von Parteien (darunter auch Organisationen der NSDAP im Bereich der Gaue Westfalen-Nord und Westfalen-Süd), Verbänden, Vereinen, Organisationen, Guts- und Gewerbebetrieben, Familien und Personen. Genannt seien hier stellvertretend die bedeutenden westfälischen Adelsarchive der Gra...

Neben der staatlichen Überlieferung wird auch nichtstaatliches Archivgut zumeist als Depositum -– verwahrt, und zwar von Parteien (darunter auch Organisationen der NSDAP im Bereich der Gaue Westfalen-Nord und Westfalen-Süd), Verbänden, Vereinen, Organisationen, Guts- und Gewerbebetrieben, Familien und Personen. Genannt seien hier stellvertretend die bedeutenden westfälischen Adelsarchive der Grafen von Landsberg-Velen und der Freiherren von Romberg.

Ferner wird auch in verstärktem Maße Dokumentationsarbeit geleistet durch das Sammeln von Nachlässen von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, von Druckschriften und Plakaten politischer Parteien, von Bildmaterial und audiovisuellem Dokumentationsgut.

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5. Bibliothek

Der Gesamtbestand der Dienstbibliothek der Abt. Westfalen des LAVNRW umfasst etwa 230.000 Bände als Präsenzbestand. Davon zählen 28.000 Bände zum historischen Buchbestand der vor 1900 erschienenen Literatur. Die thematischen Schwerpunkte liegen in den Bereichen der Geschichte und Landeskunde Westfalens sowie angrenzender Gebiete, der archivkundlichen Veröffentlichungen, der historischen Hilfswisse...

Der Gesamtbestand der Dienstbibliothek der Abt. Westfalen des LAVNRW umfasst etwa 230.000 Bände als Präsenzbestand. Davon zählen 28.000 Bände zum historischen Buchbestand der vor 1900 erschienenen Literatur. Die thematischen Schwerpunkte liegen in den Bereichen der Geschichte und Landeskunde Westfalens sowie angrenzender Gebiete, der archivkundlichen Veröffentlichungen, der historischen Hilfswissenschaften sowie der verwaltungsgeschichtlichen Abhandlungen und der dazugehörigen Amtsdrucksachen. Hervorzuheben ist u.A. auch eine Sammlung von 45.000 Schulprogrammen.

Der Bibliothekskatalog ist online abfragbar über den OPAC des Bibliotheksverbundes der Behördenbibliotheken NRW.

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